Tourismus-Verband findet Eintritt für Dom "nachvollziehbar"

Andrang im Kölner Dom besser steuern

Die geplante Eintrittsgebühr für den Kölner Dom erhält Unterstützung aus der Tourismusbranche. KölnTourismus etwa sieht darin eine Chance, das Weltkulturerbe langfristig zu sichern und gleichzeitig die Besucherströme besser zu lenken.

Blick auf den Kölner Dom / ©  Rolf Vennenbernd (dpa)
Blick auf den Kölner Dom / © Rolf Vennenbernd ( dpa )

Die Tourismusorganisation für Köln hat Verständnis dafür, dass der Besuch des Doms für Touristen künftig Geld kosten soll. «Wenn bei Bestehenbleiben der kostenfreien Möglichkeit zu Gebeten und Gottesdiensten eine moderat ausgestaltete Eintrittsgebühr dazu beiträgt, dieses einzigartige Kulturerbe langfristig zu erhalten und für kommende Generationen zu sichern, halten wir das für nachvollziehbar und verantwortungsvoll», teilte Jürgen Amann, Geschäftsführer der KölnTourismus GmbH, mit. 

Zusätzlich sehe er die Möglichkeit Besucherströme zeitlich besser zu lenken, sodass sich nicht mehr zu einem bestimmten Zeitpunkt große Besuchermassen in der Kathedrale drängten.

Das Domkapitel hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass der Besuch des Kölner Doms künftig Geld kosten soll. Damit sollten die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms gedeckt werden, hieß es. Für Gottesdienstbesucher und Betende sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins bleibe der Dom kostenfrei.

Kölner Dom: Hausordnung

Der Kölner Dom ist eine der bedeutendsten Kirchen der Welt und die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Deutschland. Das Gotteshaus beherbergt die Reliquien der Heiligen Drei Könige, die Erzbischof Rainald von Dassel 1164 aus Mailand nach Köln brachte.

​Die Domschweizer und die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Domes haben schon immer die Sicherheit der Dombesucher im Auge. Das Domkapitel behält sich im Einzelfall vor, an den Eingängen des Domes unangekündigte Sicht- und Taschenkontrollen durchzuführen. 

Die Westtürme des Kölner Domes (DR)
Die Westtürme des Kölner Domes / ( DR )
Quelle:
dpa