Besonders an den Kathedralen blüht das kirchenmusikalische Leben in Deutschland mehr und mehr auf. Die großen Domkirchen werden zu Zentren der Exzellenz, in denen insbesondere die Jugendchöre, häufig getrennt in Knaben- und Mädchenchöre einen Großteil der musikalischen Dienste übernehmen.
Der 32-jährige Cellnik arbeitet seit Anfang 2021 in Paderborn, nachdem er zuvor Assistent des Kölner Domkapellmeisters war und den Onzemble Coeln leitete, ein Ensemble aus Ehemaligen des Mädchenchores am Kölner Dom. Nach einer Vertretungszeit als Basilikakantor von St. Aposteln in der Kölner Innenstadt, wirkt er jetzt in Ostwestfalen.
Im Interview spricht er über den Wechsel vom Rhein an die Pader und darüber, was ihn besonders an der Musik fasziniert, warum Latein für ihn und die Jugendlichen im Chor manchmal Zaubersprache ist und wie wichtig er "Schabernack“ in den Proben findet. Mit einem Social-Media-Video des Erzbistums Paderborn ging Cellnik viral, als er ohne zu sehen alle seine Sängerinnen an der Stimme erkannte.
Besonderen Wert legt Cellnik neben der musikalischen Ausbildung auch auf die spirituelle Ausbildung seiner Sängerinnen, das werde ein immer wichtigeres und größeres Feld, sagt er im DOMRADIO-Gespräch. Der Kirchenmusik kommt auch im Feld der kirchlichen Jugendarbeit eine wichtige Rolle zu, weil durch die besonderen Rahmenbedingungen besonders an den Kathedralen ein großes Interesse auch der jungen Sängerinnen und Sänger besteht. Welche Chancen das bietet, auch darüber spricht der Paderborner Domkantor ausführlich. Dazu erklingt in der Sendung "Musica" im Radioprogramm von DOMRADIO.DE auch ausgewählte Musik aus dem Paderborner Dom.