Boliviens Kirche fordert Stopp der Abholzung

"Tiefe Wunden der Natur heilen"

Die Kirche in Bolivien hat die Politik in dem südamerikanischen Amazonas-Staat zu einem Kurswechsel in der Umweltpolitik aufgerufen. Es sei notwendig, die Abholzung der Wälder zu stoppen, fordert der Erzbischof von Santa Cruz, Sergio Gualberti.

Rodung und Abholzung zerstört den Regenwald / © Parsha (shutterstock)
Rodung und Abholzung zerstört den Regenwald / © Parsha ( shutterstock )

Die "tiefen Wunden, die die Natur erlitten" habe, müssten geheilt werden, sagte der Erzbischof laut einem Bericht der Tageszeitung "Los Tiempos" am Sonntag.

Immer wieder Waldbrände

Dazu sei eine Änderung der Mentalität hin zu einer ökologischen Spiritualität ebenso nötig wie ein Ende der Ausbeutung nicht erneuerbarer natürlicher Ressourcen, wilder Abholzung, Brandrodung auch in Reservaten und Nationalparks.

In den vergangenen Jahren zerstörten immer wieder heftige Waldbrände die ökologisch wertvollen Waldgebiete Boliviens. Weltweit in die Kritik geriert Ex-Präsident Evo Morales im Jahr 2019, als er die Brandrodung ausdrücklich erlaubte.

Abholzung im Amazonas / © Tarcisio Schnaider (shutterstock)
Abholzung im Amazonas / © Tarcisio Schnaider ( shutterstock )
Quelle:
KNA