Die Theologin Dewi Maria Suharjanto ist neue "Bischöfliche Beauftragte für Synodalität" im Bistum Limburg. Sie soll in dieser Position neue Strukturen entwickeln, um im Bistum künftig wichtige Entscheidungen im Dialog und unter Beteiligung aller Katholikinnen und Katholiken zu treffen.
Das Bistum sprach in einer Mitteilung am Montag von einer strukturellen Weichenstellung, um Beteiligung, Beratung und gemeinsame Entscheidungsfindungen zu stärken.
Bätzing für Veränderungen
Bundesweit diskutiert die katholische Kirche seit längerem über neue Gremien und Mitentscheidungsmöglichkeiten der Basis. Der Begriff Synodalität – abgeleitet vom altgriechischen Begriff für Zusammenkunft – beschreibt den Versuch, neue Formen der Mitbestimmung und Diskussion zu eröffnen. Das Kirchenrecht sieht vor allem hierarchische Entscheidungswege und eine große Machtfülle beim jeweiligen Ortsbischof vor.
Der Limburger Bischof Georg Bätzing, der zugleich Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, gehört zu den treibenden Kräften für neue Mitbestimmungsstrukturen in der katholischen Kirche. In der kommenden Woche treffen sich Kirchenvertreter in Stuttgart, um über die Zukunft des bundesweiten Reformprojekts Synodaler Weg zu beraten. Unklar ist noch immer, inwieweit der Vatikan hinter den angedachten Reformen und neuen Gremien steht.
Theologin und Ethikerin
Suharjanto war zuvor in verschiedenen Funktionen im Bistum Limburg tätig, unter anderem auch als Leiterin eines Aufarbeitungsprojekts von Missbrauch und sexualisierter Gewalt. Sie ist promovierte Theologin mit dem Schwerpunkt Ethik. Der Bereich Synodalität wurde bisher von Hildegard Wustmans geleitet. Wustmans ist "Bischöfliche Bevollmächtigte" und trägt damit gemeinsam mit Generalvikar Wolfgang Pax gemeinsame Leitungsverantwortung für die Diözese.