Taize-Treffen im Heiligen Land

"Zu den Quellen der Hoffnung"

Zu einem Taize-Treffen im Heiligen Land werden ab Sonntag mehrere hundert junge Christen aus aller Welt erwartet. Auf dem Programm stehen einige interessante Veranstaltungen und Gastgeber.

Hände beim Taizé-Gebet / © Harald Oppitz (KNA)
Hände beim Taizé-Gebet / © Harald Oppitz ( KNA )

Auf Einladung der ökumenischen Gemeinschaft aus Burgund sind Besuche und Gebete an den wichtigsten christlichen Stätten vorgesehen, neben Jerusalem und Bethlehem auch Nazareth, der See Genezareth und der Berg Tabor. Untergebracht werden die rund 300 ausländischen Gäste zunächst in Bethlehem und Umgebung und später in Tabgha, Nazareth oder Haifa.

Jeden Morgen, Mittag und Abend stehen Gebete und Gesänge in einer anderen Kirche auf dem Programm. Dazu und zu den anschließenden gemeinsamen Treffen und Mahlzeiten werden auch viele einheimische Christen erwartet. Aus Deutschland sollen nach Angaben der Organisatoren rund hundert Teilnehmende anreisen.

"Gemeinsam reisen zu den Quellen der Hoffnung"

Organisiert wird das Heilig-Land-Treffen von der Taize-Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Ökumene-Zentrum Tantur in Jerusalem. In diesem Zentrum auf halbem Weg nach Bethlehem hatte bereits seit Herbst jeden Sonntagabend ein Taize-Gebet unter Leitung des zur Vorbereitung entsandten Bruder Emile stattgefunden. Daran nahmen auch zahlreiche örtliche Christen teil. Das Treffen steht unter dem Leitwort "Gemeinsam reisen zu den Quellen der Hoffnung".

Gastgeber für Gebete und Beköstigung während des einwöchigen Besuchsaufenthalts sind in Jerusalem unter anderen die Sankt-Anna- und die Stefanus-Kirche, das melkitische Patriarchat und die lutherische Erlöserkirche. Am See Genezareth ist die Taize-Gruppe zu Gast im Benediktiner-Kloster Tabgha an der traditionellen Brotvermehrungsstätte. Den fast 600 Meter hohen Berg Tabor, nach der Bibel der Ort der Verklärung Christi, wollen die jungen Teilnehmer zu Fuß ersteigen.

Taize ist ein Symbol der ökumenischen Bewegung. Das Dorf in Burgund und seine christliche Bruderschaft ist seit Jahrzehnten ein Treffpunkt für Tausende Jugendliche aus aller Welt. Der in den 1940er Jahren gegründeten Gemeinschaft gehören heute rund 100 katholische und evangelische Männer aus etwa 30 Ländern an. Leiter ist seit 2005 der aus Stuttgart stammende Katholik Frere Alois (Löser). Seit 1974 veranstalten die Taize-Brüder regelmäßig Jugendtreffen in allen Teilen der Welt. Jährlich findet über Silvester in einer europäischen Großstadt ein Taize-Treffen statt, zuletzt in Valencia, Riga, Basel, Breslau oder Turin.

Taizé

Taizé ist ein Symbol der ökumenischen Bewegung. Der Ort im südlichen Burgund ist Sitz einer christlichen Gemeinschaft und wurde zum Treffpunkt für Jugendliche aus aller Welt. Der Bruderschaft gehören rund 100 Männer aus etwa 25 Ländern an, die aus der evangelischen und katholischen Kirche stammen. Davon lebt etwa ein Viertel in kleinen Fraternitäten in Asien, Afrika und Südamerika. Diese Brüder teilen ihr Leben mit Straßenkindern, Gefangenen, Sterbenden und Einsamen.

Hände beim Taizé-Gebet / © Harald Oppitz (KNA)

Quelle:
KNA