Tod von 130 Pastoren stürzt Kirche in Nepal in die Krise

Seelsorge bricht wegen Corona zusammen

Kirchen in Nepal können nach dem Corona-Tod von mindestens 130 Pastoren nur noch mit Mühe ihre Seelsorge und geistliche Arbeit aufrechterhalten. Schuld ist die sich von Indien ausbreitende Delta-Variante.

Lage ist aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante in Nepal dramatisch / © Sulav Shrestha (dpa)
Lage ist aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante in Nepal dramatisch / © Sulav Shrestha ( dpa )

Zudem seien mehr als 500 Pastoren und ihre Familien mit Covid-19 infiziert, berichtet der asiatische Pressedienst Ucanews (Freitag). Der Tod der Seelsorger habe ein "Vakuum" hinterlassen, wird der Vorsitzende der ökumenischen National Church Fellowship of Nepal, Hanok Tamang, zitiert.

Laut dem Generalsekretär der christlichen Bürgerrechtsorganisation Nepal Christian Society (NCS), Dilli Ram Paudel, befinden sich viele Kirchen durch die seit 18 Monaten andauernde pandemiebedingte Schließung der Gotteshäuser in einer "existentiellen Finanzkrise".

Überlastetes Gesundheitswesen

Die Delta-Variante des Coronavirus hat sich aus dem Nachbarland Indien nach Nepal ausgebreitet. Das Gesundheitssystem des Himalaja-Staates ist überlastet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kathmandu wurden am 1. Juli 1.857 Neuinfektionen und 33 Corona-Tote gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Nepal 641.000 Fälle registriert; 9.112 Nepalesen sind an den Folgen der Infektion gestorben. Das Auswärtige Amt in Berlin stuft Nepal als Virusvarianten-Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko ein.

Quelle:
KNA
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