Hochzeit auf Covid-Intensivstation in Spanien

Schwerer Start für den Bund fürs Leben

Im katalanischen Tortosa hat ein schwer an Covid-19 erkranktes Paar auf der Intensivstation geheiratet. Wie Medien berichteten, fand die Hochzeit bereits am vergangenen Wochenende auf der Intensivstation eines Krankenhauses statt.

Symbolbild: Goldene Hochzeitsringe auf einem Tablet / © Arsstudiopro (shutterstock)
Symbolbild: Goldene Hochzeitsringe auf einem Tablet / © Arsstudiopro ( shutterstock )

Das Paar, das 57 und 58 Jahre alt ist und Kinder hat, habe eine Verschlechterung seines Zustands befürchtet und aus diesem Grund um eine Genehmigung für die Hochzeit gebeten. Bereits zuvor hatten sie heiraten wollen, dies jedoch wegen der Pandemie immer wieder verschieben müssen.

Die Leitung des Krankenhauses Verge de la Cinta in Tortosa südlich von Barcelona habe die Genehmigung erteilt und sich mit den zuständigen Behörden, der Familie des Paares, sowie dem medizinischen Personal abgestimmt. Die Trauung wurde den Angaben zufolge von einem Richter in Begleitung einer Gerichtssekretärin vollzogen.

Zustand hat sich verschlechtert

Alle Beteiligten hätten die nötigen Schutzmaßnahmen befolgt und sich nur für kurze Zeit auf der Intensivstation aufgehalten. Die Rolle der Trauzeugen übernahmen laut Medienberichten medizinische Angestellte.

Die Hochzeit sei fotografiert und gefilmt worden, die Familie habe jedoch beschlossen, keine Bilder zu veröffentlichen, bis sich das Paar erholt habe. Allerdings habe sich der Zustand der Patienten verschlechtert, beide seien sediert und intubiert worden.

Quelle:
KNA
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