Unter dem Motto #lauthoffen hat die Evangelische Kirche im Rheinland am Sonntagabend eine Social-Media-Kampagne gegen Angst und den Missbrauch von Religion gestartet. Alle Menschen seien aufgerufen, unter diesem Hashtag auf Instagram von ihren Hoffnungsgeschichten zu erzählen, wie die rheinische Kirche mitteilte. Den Auftakt bildete ein politisches Nachtgebet während der Tagung des Kirchenparlaments in Bonn. Auf der Internetseite der rheinischen Kirche gibt es eine Vorlage und eine Anleitung.
Die Bonner Pfarrerin Charlotte Fischer berichtete von Stimmen aus Politik, Gesellschaft und christlichen Räumen, die Angst schürten, diese als Sorge tarnten und dafür auch Bibelzitate nutzten. Als Beispiele zitierte sie Aussagen von Politikern der AfD und von den US-amerikanischen Republikanern. "Ich höre und sehe die Angst und den Hass", sagte sie laut Redetext. "Sie leben von Abgrenzung. Sie teilen die Welt ein in richtig und falsch, in Licht und Dunkelheit, in dazugehörig und nicht."
# Hoffnung als Antwort auf Angst
Der Pfarrer Daniel Müller Thór erklärte laut Redetext, dass Hoffnung die Antwort auf Angst sei. "Ich wünsche mir diesen Mut in meiner Kirche, den Mut, laut zu hoffen."