Papst Leo XIV. will bei der außerordentlichen Kardinalsversammlung am 26. und 27. Juni in Rom über neue Wege der Glaubensverkündigung beraten. Dies geht aus einem Brief des Papstes an die Kardinäle hervor, den der Vatikan am Dienstag veröffentlichte.
Zuletzt hatten die Kardinäle im Januar in Rom auf einer Versammlung über innerkirchliche Mitsprache ("Synodalität") diskutiert. Ferner ging es um das Schreiben "Evangelii gaudium" von Papst Franziskus aus dem Jahr 2013. Leo XIV. wünscht laut dem Einladungsbrief, über einige Themen noch konkreter zu sprechen.
Missionarische Perspektive
Dabei nennt er neue Wege zur Aufnahme von Menschen in die Kirche wie auch die Kommunikation innerhalb der Kirche und "in einer missionarischen Perspektive". Der Papst ließ offen, ob diese Fragen beim Konsistorium Ende Juni abschließend besprochen werden sollen. Er kündigte eine weitere Mitteilung zur Vorbereitung des Treffens an.
Bereits am Montag war im Netz ein Schreiben kursiert, in dem der Dekan des Kardinalskollegiums, Giovanni Battista Re, den genauen Termin des Konsistoriums nannte. Die Beratungen der Kardinäle finden demnach am Freitag und Samstag jeweils vormittags und nachmittags statt. Am Sonntag, 28. Juni, ist eine Messe mit Papst Leo XIV. geplant.