Die Kardinäle der katholischen Kirche setzen an diesem Donnerstag ihre Beratungen zur Zukunft der katholischen Kirche fort. Am Vortag hatten sie entschieden, zwei zentrale Reformanliegen des im Vorjahr verstorbenen Papstes Franziskus auf die Tagesordnung zu setzen. Im Zentrum der Beratungen im Vatikan steht jetzt zum einen die Frage, wie die katholische Kirche in der heutigen Zeit ihre Botschaft so verkünden kann, dass sie von den Menschen verstanden und angenommen wird.
Das zweite Thema ist laut dem Votum der Kardinäle vom Mittwoch die sogenannte Synodalität. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie außer den Bischöfen auch andere Kirchenmitglieder in Beratungen und Entscheidungen der Kirche einbezogen werden können. Keine Mehrheit fand hingegen der Wunsch konservativer Kreise, über die traditionelle Form der Liturgie zu beraten. Die sogenannte alte lateinische Messe hatte Papst Franziskus weitgehend aus den katholischen Pfarreien verbannt.
Die Beratungen der Kardinäle, die von Papst Leo XIV. zu einem sogenannten außerordentlichen Konsistorium nach Rom eingeladen wurden, finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Zum Verlauf dürfen die Teilnehmer keine Auskunft geben.