Papst verurteilt religiöse Rechtfertigung von Kriegen

Licht statt Finsterniss

Papst Leo XIV. hat die religiöse Rechtfertigung von Kriegen verurteilt. Bei einem Besuch in einer Pfarrei im römischen Stadtteil Ponte Mammolo erinnerte er an die vielen Konflikte weltweit und sprach über das Geschenk des Friedens.

Papst Leo XIV. hält am 16. Oktober 2025 eine Rede während der Feierlichkeiten zum 80. Welternährungstag in Rom. Der Welternährungstag wurde mit dem Ziel geschaffen, "Nahrung für alle" zum Menschenrecht zu machen. / © Gregorio Borgia/AP (dpa)
Papst Leo XIV. hält am 16. Oktober 2025 eine Rede während der Feierlichkeiten zum 80. Welternährungstag in Rom. Der Welternährungstag wurde mit dem Ziel geschaffen, "Nahrung für alle" zum Menschenrecht zu machen. / © Gregorio Borgia/AP ( dpa )

Diese entstünden durch das absurde Ansinnen, Probleme und Meinungsverschiedenheiten mit Krieg lösen zu wollen, sagte der Papst am Sonntag in seiner Predigt in der Herz-Jesu-Kirche. "Manche wollen dann sogar den Namen Gottes in diese Entscheidungen des Todes hineinziehen, aber Gott lässt sich nicht von der Finsternis vereinnahmen." Vielmehr wolle er der Menschheit Licht, Hoffnung und Frieden schenken.

Leo XIV. feierte die Messe anlässlich eines Pastoralbesuchs in der Gemeinde. Denn der Papst ist nicht nur Oberhaupt der weltweit rund 1,4 Milliarden Katholiken, sondern auch Bischof des Bistums Rom, die mit rund 2,6 Millionen Katholiken in 330 Pfarreien nach Mailand das zweitgrößte Bistum in Italien ist. Die Gemeinde Herz Jesu war die fünfte und letzte Station des aktuellen Besuchsprogramms.

Vor dem Gottesdienst hatte sich Leo XIV. zunächst mit Familien der Pfarrei getroffen. Anschließend kam es zu einer Begegnung mit älteren, kranken, armen und obdachlosen Angehörigen der Kirchengemeinde sowie Ehrenamtlern. Die Pfarrei Herz Jesu liegt im Nordosten der italienischen Hauptstadt; zu ihrem Gebiet gehört auch das Gefängnis Rebibbia, eine der größten Haftanstalten Italiens.

Bistum Rom

Das Bistum Rom nimmt eine Sonderstellung ein: Es ist der Sitz des jeweils amtierenden Papstes, der gleichzeitig immer der Bischof von Rom ist. Ein päpstlicher Vikar, der das Bistum Rom für den Papst verwaltet, ist erstmals unter Innozenz III. 1198 bezeugt. 1558 bestimmte Papst Paul IV., dass der Vikar jeweils ein Kardinal sein muss.

Der Lateranpalast in Rom (Archivbild) / © Gerlinde Pfirsching (KNA)
Der Lateranpalast in Rom (Archivbild) / © Gerlinde Pfirsching ( KNA )
Quelle:
KNA