Papst Leo XIV. fordert Waffenstillstand in Nahost

"Ich erhoffe mir Wege des Dialogs"

Der Krieg im Nahen Osten dauert bereits zwei Wochen. Der Papst fordert Dialog statt Waffen und geht konkret auf die Lage im Libanon ein. Die Lage dort gebe Anlass zu großer Sorge, er versichert seine Verbundenheit im Gebet.

Papst Leo XIV. spricht zu den Gläubigen, die sich auf dem Petersplatz im Vatikan zum traditionellen Sonntagssegen am Ende des Angelusgebets versammelt haben / © Andrew Medichini/AP (dpa)
Papst Leo XIV. spricht zu den Gläubigen, die sich auf dem Petersplatz im Vatikan zum traditionellen Sonntagssegen am Ende des Angelusgebets versammelt haben / © Andrew Medichini/AP ( dpa )

"Gewalt wird niemals zu der Gerechtigkeit, der Stabilität und dem Frieden führen, auf die die Völker warten", so das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag auf dem Petersplatz. "Stellt das Feuer ein, damit wieder Wege des Dialogs geöffnet werden." Der Papst erinnerte an die Menschen in Nahost, die seit zwei Wochen unter "der grausamen Gewalt des Krieges" leiden: "Tausende unschuldiger Menschen wurden getötet, und unzählige andere mussten ihre Häuser verlassen."

Der Papst versichere seine Verbundenheit im Gebet mit all jenen, die ihre Angehörigen verloren haben bei Angriffen auf Schulen, Krankenhäuser und Wohngebiete. "Die Lage im Libanon gibt Anlass zu großer Sorge", so Leo XIV. weiter. "Ich erhoffe mir Wege des Dialogs, die die Behörden des Landes dabei unterstützen können, dauerhafte Lösungen für die aktuelle schwere Krise zum Wohle aller Libanesen umzusetzen."

Robert Francis Prevost (Papst Leo XIV.)

hier geht es zur Themenseite

Robert Francis Prevost gilt als ein Kardinal der Mitte. Obwohl US-Amerikaner ist der Ordensmann in Rom, der Kurie und der Weltkirche zu Hause. Zuletzt leitete der 69-Jährige die Vatikanbehörde für Bischöfe, quasi die Personalabteilung der katholischen Weltkirche. In dieser Funktion war Prevost in den vergangenen zwei Jahren zuständig für einen Großteil der Bischofsernennungen weltweit.

Papst Leo XIV / ©  Andrew Medichini/AP (dpa)
Papst Leo XIV / © Andrew Medichini/AP ( dpa )
Quelle:
KNA