Papst stimmt Umbenennung chaldäisch-katholischer Kirche zu

"Patriarchat von Bagdad der Chaldäer"

Die Leitung der chaldäisch-katholischen Kirche erhält einen neue Namen. Anstatt "Patriarchat von Babylon" heißt es nun "Patriarchat von Bagdad der Chaldäer".

Eine Ministrantin in der chaldäisch-katholischen Kirche St. Joseph in Bagdad. / © Ameer Al Mohammedaw (dpa)
Eine Ministrantin in der chaldäisch-katholischen Kirche St. Joseph in Bagdad. / © Ameer Al Mohammedaw ( dpa )

Einem entsprechenden Gesuch des Patriarchen, Kardinal Louis Raphael Sako, habe der Papst zugestimmt, teilte der Vatikan am Samstag mit.

Katholischer Zweig der "Kirche des Ostens"

Die 1553 gegründete Kirche steht in voller Kirchengemeinschaft mit dem Papst in Rom, feiert ihre Liturgie aber im ostsyrischen oder chaldäischen Ritus. Sie bildet den katholischen Zweig der "Kirche des Ostens", des altkirchlichen Katholikats von Seleukia-Ktesiphon. Der Sitz des Patriarchats war bereits 1950 in die irakische Hauptstadt Bagdad verlegt worden.

Unter den Kirchen im Nahen Osten, vor allem im Irak, ist die chaldäisch-katholische Kirche eine der wichtigsten. Ihr gehören gut 500.000 Mitglieder an, von denen rund die Hälfte im Irak lebt.

Quelle:
KNA