Chaldäische Bischöfe tagen im Irak

Keine Plattform für Propaganda

Die chaldäischen Bischöfe haben sich am Donnerstag zu einem ordentlichen Treffen am Sommersitz des Patriarchats in Ankawa getroffen. Themen waren die Lage im Irak und der irakischen Kirche sowie die geplanten Parlamentswahlen.

Luis Raphael I. Sako, chaldäischer Patriarch von Babylon / © Lukas Barth (KNA)
Luis Raphael I. Sako, chaldäischer Patriarch von Babylon / © Lukas Barth ( KNA )

Im Blick auf die für den 10. Oktober geplanten Parlamentswahlen beschlossen die Bischöfe unter Vorsitz ihres Patriarchen, Kardinal Louis Raphael I. Sako, Kleriker daran zu hindern, sich in die Wahlkampagnen einzuschalten, heißt es in einer Mitteilung der katholischen Ostkirche von Donnerstag.

Politiker sollen öffentliches Interesse voranstellen

Kirchen dürften keine Plattform für Propaganda werden und es dürften keine Kandidaten empfangen werden, heißt es darin weiter. Die politische Führung des Landes forderten die Bischöfe auf, der "Stimme der Vernunft den Vorrang zu geben" und das öffentliche Interesse dem privaten voranzustellen. Die Gläubigen riefen sie auf, die Werte der Koexistenz zu fördern und der christlichen Hoffnung sowie der nationalen Identität treu zu bleiben.

Ferner legten die Bischöfe fest, dass am 27. Juni in allen Diözesen zeitgleich eine Messe für den Frieden im Nahen Osten gefeiert werde. Dies falle zusammen mit der Feier der katholischen Patriarchen des Ostens, bei der der Nahe Osten der Heiligen Familie geweiht werde. Das Datum für den nächsten Synod legten die Bischöfe auf den 9. bis 14. August in Bagdad fest.

Quelle:
KNA
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