Papst spricht mit ukrainischem Erzbischof über Gefangenenaustausch

Dank für Unterstützung

Die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine gehört zur katholischen Weltkirche. Ihr in Kiew residierendes Oberhaupt, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, hat nun Papst Leo XIV. mit zwei wichtigen Anliegen besucht.

Swjatoslaw Schewtschuk (l.), Großerzbischof von Kiew (Ukraine) und Oberhaupt der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, begrüßt Papst Leo XIV. bei einem Treffen im Jahr 2025 von Vertretern der katholischen Ostkirchen  / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Swjatoslaw Schewtschuk (l.), Großerzbischof von Kiew (Ukraine) und Oberhaupt der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, begrüßt Papst Leo XIV. bei einem Treffen im Jahr 2025 von Vertretern der katholischen Ostkirchen / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Papst Leo XIV. hat am Donnerstag das Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, in Audienz empfangen. Wie die Pressestelle der griechisch-katholischen Kirche mitteilte, informierte Schewtschuk den Papst über die aktuelle Lage in der Ukraine, die sich seit nunmehr fast vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg wehrt.

Vatikan als Vermittler

Ferner überreichte er dem Papst eine Liste mit Namen von ukrainischen Soldaten, die sich in russischer Gefangenschaft befinden. Der Vatikan hat in der Vergangenheit wiederholt den Austausch von Gefangenen zwischen der Ukraine und Russland vermittelt. Weiter heißt es in der Mitteilung, Schewtschuk habe dem Papst für dessen Unterstützung für die Ukraine und für seinen diplomatischen Einsatz für einen gereichten Frieden gedankt.

Am Ende der Audienz habe der Großerzbischof den Papst erneut zu einem Besuch in die Ukraine eingeladen. Leos Vorgänger Franziskus hatte es abgelehnt, in die Ukraine zu reisen, ohne zugleich auch Russland zu besuchen.

Christliche Kirchen in der Ukraine

Die kirchlichen Verhältnisse in der Ukraine sind komplex. Rund 70 Prozent der 45 Millionen Ukrainer bekennen sich zum orthodoxen Christentum. Sie gehören allerdings zwei verschiedenen Kirchen an: der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (UOK) des Moskauer Patriarchats und der autokephalen (eigenständigen) Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU). Zudem gibt es eine römisch-katholische Minderheit mit rund einer Million Mitgliedern sowie die mit Rom verbundene (unierte) griechisch-katholische Kirche der Ukraine.

Das Heilige Feuer aus Jerusalem am 18. April 2020 im Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra, Hauptsitz der ukrainisch-orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats. / © Sergey Korovayny (KNA)
Das Heilige Feuer aus Jerusalem am 18. April 2020 im Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra, Hauptsitz der ukrainisch-orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats. / © Sergey Korovayny ( KNA )
Quelle:
KNA