Der sudanesische Regierungschef Kamil Idris hat im Vatikan über die Lage seines Landes gesprochen.
Wie der Vatikan am Montag bekanntgab, war Idris zunächst von Papst Leo XIV. in Privataudienz empfangen worden. Anschließend traf der Sudanese mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und einem Vertreter des vatikanischen "Außenministeriums" zusammen.
Bis zu 15 Millionen auf der Flucht
Bei den Gesprächen ging es laut Vatikan um die schwere Krise, die den vom Krieg zerrütteten Sudan seit Beginn der Kämpfe zwischen der Armee und der RSF-Miliz vor drei Jahren heimsucht.
Im Sudan und den angrenzenden Staaten sind unterschiedlichen Schätzungen zufolge zwischen gut 11 Millionen und knapp 15 Millionen Menschen auf der Flucht. Nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef leiden 21 Millionen der insgesamt rund 52 Millionen Sudanesen unter akutem Hunger.
Waffenstillstand dringend notwendig
In diesem Zusammenhang sei bei den Gesprächen im Vatikan erneut die dringende Notwendigkeit betont worden, einen Waffenstillstand zu erreichen, der Bevölkerung Hilfe zu leisten und einen aufrichtigen Dialog zwischen allen Parteien der sudanesischen Nation einzuleiten, hieß es anschließend. Ziel sei es, den Konflikt zu beenden und gemeinsam Frieden zu schaffen, so der Vatikan.