Das Heilige Jahr 2025 ist vorüber. In einer feierlichen Zeremonie schloss ein sichtlich bewegter Papst Leo XIV. am Dienstagmorgen die Heilige Pforte am Petersdom. Das rechte Bronzeportal der Papstbasilika wird nur zu "Jubeljahren" geöffnet, die in der Regel alle 25 Jahre stattfinden. Der feierlichen Zeremonie zur Schließung der Pforte und der anschließenden Messe wohnten auch der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella und andere Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft bei.
Nach den Worten "Diese Heilige Pforte schließt sich, aber die Pforte deiner Gnade schließt sich nicht", kniete der Papst zunächst auf der Schwelle der Tür nieder. Dann schloss er mit beiden Händen die Doppelflügeltür, durch die im Laufe der vergangenen 54 Wochen mehr als 33 Millionen Menschen gepilgert waren. Sein Vorgänger Franziskus hatte die Heilige Pforte an Heiligabend 2024 geöffnet und damit das Startsignal für das Heilige Jahr gegeben. In den kommenden Tagen wird die Heilige Pforte zum Petersdom wieder zugemauert.
Rekordzahl an Pilgern und Touristen
Zum Heiligen Jahr 2025 kamen laut Vatikanangaben zwischen dem 24. Dezember 2024 und dem 5. Januar 2026 insgesamt 33.475.369 Pilger aus 185 Ländern. Die meisten Besucher stammten aus Italien, Deutschland belegte den 6. Platz. Auch bei den Gesamtzahlen aller Besucher und Touristen habe das kirchliche Großereignis der Ewigen Stadt Rekorde beschert, sagte Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri. Genaue Zahlen würden bald bekanntgegeben.
Nicht erst in 25 Jahren, sondern bereits 2033 könnte das nächste große Jubiläumsjahr in Rom stattfinden. Dann jähren sich Tod und Auferstehung von Jesus Christus zum 2.000. Mal. Die Entscheidung, ob dies in Form eines außerordentlichen Heiligen Jahres begangen werden soll, steht noch aus und muss vom Papst selbst getroffen werden.