Das Heilige Jahr 2025 hat Rom Rekord-Besucherzahlen und eine höhere Lebensqualität beschert. Insgesamt 33.475.369 Pilger aus 185 Ländern kamen zwischen dem 24. Dezember 2024 und dem 5. Januar 2026 in die Ewige Stadt, wie der Heilig-Jahr-Beauftragte des Vatikans, Erzbischof Rino Fisichella, am Montag mitteilte. Unterstützt wurden sie von Tausenden Freiwilligen.
Die Zahl aller Besucher in Rom habe die bisherigen Rekorde der Stadt gebrochen, sagte Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri bei der Bilanzpressekonferenz des Heiligen Jahres im Vatikan. Genaue Zahlen würden bald bekanntgegeben. Besonders stark stiegen die Zahlen zwischen dem Tod von Papst Franziskus am 21. April und der Wahl seines Nachfolgers Leo XIV. am 8. Mai: Allein 3,9 Millionen Menschen kamen in diesem Zeitraum nach Rom.
Mit über 36 Prozent stammten die meisten Pilger aus Italien, Deutsche lagen mit 3,16 Prozent auf dem sechsten Platz. Knapp 63 Prozent aller Teilnehmenden stammten aus Europa, gefolgt von 16,54 Prozent aus Nord- und 9,44 Prozent aus Südamerika. Aus dem Nahen Osten reisten die wenigsten Pilger nach Rom: Sie machten 0,46 Prozent aus.
Wichtigste Baumaßnahmen abgeschlossen
Das katholische Jubeljahr war laut Bürgermeister ein "Motor für die Stadt". Durch die zahlreichen Maßnahmen hätten sich sowohl das Erscheinungsbild Roms als auch die Lebensqualität in der Stadt verbessert, so Gualtieri weiter. Von den insgesamt 332 Jubiläumsmaßnahmen seien 204 komplett oder teilweise abgeschlossen. Diese umfassten fast alle unverzichtbaren und nicht aufschiebbaren Projekte.
Im Rahmen des Heiligen Jahres hatte die Stadt zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen in Angriff genommen, neue Plätze, Grünflächen, Straßenführungen gebaut. Finanziert wurden die Bauarbeiten unter anderem durch einen eigenen 1,7-Milliarden-Fonds für das Heilige Jahr, der laut Gualtieri zu 90 Prozent ausgeschöpft sei.
Darüber hinaus zeigt sich Roms Präfekt Lamberto Giannini zufrieden über die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen, die vor allem auf Prävention abgezielt hätten. Es habe ein Gefühl der Sicherheit erzeugt werden können, ohne zu militarisieren. Das äußerst anspruchsvolle Jahr, in dem es viele weitere Großveranstaltungen in Italiens Hauptstadt gegeben habe, sei ohne größere Probleme abgelaufen, so Giannini.
Nächstes Jubiläumsjahr schon 2033?
Papst Leo XIV. beendet das Glaubensevent offiziell am Dienstagmorgen mit der Schließung der Heiligen Pforte des Petersdoms. Dabei wird unter anderem Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella anwesend sein. Die letzte Pilgergruppe wird an diesem Montag um 17 Uhr durch die Heilige Pforte gehen.
Nicht erst in 25 Jahren, sondern bereits 2033 könnte das nächste große Jubiläumsjahr in Rom stattfinden. Dann jähren sich Tod und Auferstehung Jesu zum 2000. Mal. Die Entscheidung, ob dieses Jubiläum in Form eines außerordentlichen Heiligen Jahres begangen werden soll, steht noch aus und muss vom Papst selbst getroffen werden.