Papst Leo XIV. mahnt in Rom zu Offenheit und verantwortlichem Handeln

Priesterweihe und Appell für Frieden

Papst Leo XIV. hat zehn Priester geweiht und sie dazu aufgerufen, auf Menschen zuzugehen, die sich von der Kirche entfernt haben. Außerdem mahnte er anlässlich des 40. Jahrestags von Tschernobyl zu einem verantwortungsvollen Umgang.

Papst Leo XIV. legt einem Mann die Hände auf bei einem Gottesdienst mit Priesterweihe am 26. April 2026 im Petersdom im Vatikan. / © 	Vatican Media/Romano Siciliani/KNA (KNA)
Papst Leo XIV. legt einem Mann die Hände auf bei einem Gottesdienst mit Priesterweihe am 26. April 2026 im Petersdom im Vatikan. / © Vatican Media/Romano Siciliani/KNA ( KNA )

Papst Leo XIV. mahnt zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Atomkraft. Der Reaktorunfall von Tschernobyl erinnere bis heute an die Risiken, die mit dem Einsatz immer leistungsstärkerer Technologien einhergehen, sagte er am Sonntag, dem 40. Jahrestag der Katastrophe in dem ukrainischen Kernkraftwerk.

Atomkraft verantwortungsvoll nutzen

"Jede Nutzung der Atomenergie muss dem Leben und dem Frieden dienen", sagte er beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Es brauche Besonnenheit und Verantwortungsbewusstsein auf allen Entscheidungsebenen.

Außerdem verurteilte der Papst die Plünderung der Ressourcen der Erde und das Führen blutiger Kriege. Damit werde den Menschen eine friedliche und unbeschwerte Zukunft geraubt. Auch prangerte er Haltungen an, die Freiheit und Würde anderer nicht achteten.

Zehn neue Priester

Papst Leo XIV. weihte am Sonntagmorgen zudem zehn neue Priester im Petersdom. Dies ist Teil der regelmäßigen Priesterweihen, die der Papst als Bischof von Rom vornimmt. Angesichts wachsender Distanz zwischen Menschen und Kirche forderte Leo die Kandidaten auf, offen zu bleiben und auf die Menschen zuzugehen. Entscheidend sei, dass sich die Priester als Kanal verstünden, nicht als Filter.

Papst Leo XIV. weiht im Petersdom acht neue Priester. Dies ist Teil der regelmäßigen Priesterweihen, die der Papst als Bischof von Rom vornimmt. / © 	Vatican Media/Romano Siciliani/KNA (KNA)
Papst Leo XIV. weiht im Petersdom acht neue Priester. Dies ist Teil der regelmäßigen Priesterweihen, die der Papst als Bischof von Rom vornimmt. / © Vatican Media/Romano Siciliani/KNA ( KNA )

Viele Menschen erwarteten demnach nichts mehr von der Kirche. Sie trügen Erinnerungen in sich, teils aus ferner Vergangenheit; manches darin sei noch lebendig und anziehend, anderes jedoch unverarbeitet und hemmend. Gott wisse darum und warte geduldig. Die künftigen Priester sollten daher Geduld und Zuwendung widerspiegeln. Zugleich forderte er die neuen Priester auf: „die Schwelle (der Kirche) frei zu halten und darauf hinzuweisen, ohne dass es vieler Worte bedarf“.

Quelle:
DR , KNA

Die domradio- und Medienstiftung

Unterstützen Sie lebendigen katholischen Journalismus!

Mit Ihrer Spende können wir christlichen Werten eine Stimme geben, damit sie auch in einer säkulareren Gesellschaft gehört werden können. Neben journalistischen Projekten fördern wir Gottesdienstübertragungen und bauen über unsere Kanäle eine christliche Community auf. Unterstützen Sie DOMRADIO.DE und helfen Sie uns, hochwertigen und lebendigen katholischen Journalismus für alle zugänglich zu machen!

Hier geht es zur Stiftung!