Papst Leo XIV. fordert mehr Einsatz für Kinderschutz

Keine Fortschritte

Papst Leo XIV. zeigt sich schockiert vom Leid vieler Kinder weltweit. Er bezeichnete die häufig mangelnde Fürsorge und Grundversorgung als Tragödie. Darum ruft er Kinderschützer zu konkreten Schritten und Aktionsplänen auf.

Papst Leo XIV. streichelt ein Baby bei einer Messe zum Heilig-Jahr-Treffen für Familien / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. streichelt ein Baby bei einer Messe zum Heilig-Jahr-Treffen für Familien / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Papst Leo XIV. hat einen intensiveren Einsatz für Kinderschutz gefordert. "Bedauerlicherweise stelle ich fest, dass sich die Situation der Kinder heute im vergangenen Jahr nicht verbessert hat; und es ist auch sehr besorgniserregend, dass es keine Fortschritte beim Schutz der Kinder vor Gefahren gibt", sagte Leo XIV. bei einem Empfang von Kinderschützern am Donnerstag im Vatikan.

Konkrete Schritte entwickeln

Man müsse sich fragen, ob die globalen Verpflichtungen für eine nachhaltige Entwicklung beiseite geschoben wurden angesichts so vieler Kinder, die immer noch in extremer Armut lebten, Missbrauch erlitten und gewaltsam vertrieben würden, so der Papst. Weiter prangerte er fehlende Bildung und Trennung von der eigenen Familie an. 

Die Kinderschützer rief er auf, konkrete Schritte und Aktionspläne zu entwickeln, "um den übergreifenden Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden".

Päpstliche Kinderschutzkommission

Die Päpstliche Kommission für den Schutz von Minderjährigen, umgangssprachlich auch Päpstliche oder Vatikanische Kinderschutzkommission genannt, wurde im Jahr 2014 von Papst Franziskus zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch und körperlicher Misshandlung eingerichtet und ist seit dem Jahr 2015 tätig.

Symbolbild Missbrauch / © 271 EAK MOTO (shutterstock)
Quelle:
KNA