Papst Leo XIV. ernennt zwei neue Weihbischöfe für Caracas

Rund drei Millionen Mitglieder

Seit dem Sturz von Staatschef Maduro durch US-Truppen hat sich in Venezuela manches verändert. Auch die lange unterdrückte katholische Kirche hat offenbar neue Spielräume. Die nutzt Papst Leo XIV. nun und ernennt neue Bischöfe.

Kathedrale von Caracas  / © casa.da.photo (shutterstock)
Kathedrale von Caracas / © casa.da.photo ( shutterstock )

Papst Leo XIV. hat zwei neue Weihbischöfe für das große katholische Erzbistum in Venezuelas Hauptstadt Caracas ernannt. Das teilte das vatikanische Presseamt am Mittwoch mit. Mit der Ernennung verfügt die rund drei Millionen Mitglieder zählende Erzdiözese nun über drei Weihbischöfe und einen Erzbischof.

Katholische Kirche unter Maduro häufig unterdrückt

Die neuen Weihbischöfe in Caracas sind José Manuel León aus der Ordensgemeinschaft der Passionisten und der Diözesanpriester José Dionisio Gómez Gouveia (beide 59). Erzbischof von Caracas ist seit 2024 der Salesianer Raúl Biord Castillo (63).

Die katholische Kirche wurde unter Venezuelas Herrscher Nicolás Maduro häufig unterdrückt. Seit dessen Sturz durch US-Streitkräfte am 3. Januar hat sie wieder größere Freiräume. Ihre Bischöfe setzen sich für einen friedlichen Übergang zu Demokratie und für Freiheit in dem südamerikanischen Land ein; auch der Vatikan spielt als Vermittler eine Rolle.

Was ist ein Weihbischof?

Ein Weihbischof leitet selbst kein Bistum. Vielmehr unterstützt er den Bischof - den sogenannten Diözesanbischof - bei seinen Leitungsaufgaben. Oft sind Weihbischöfe für eine bestimmte Region, für Personengruppen oder besondere Felder der Seelsorge - vor allem für die Firmung - zuständig. Ein Weihbischof trägt die bischöflichen Insignien wie Ring, Hirtenstab und Mitra. Traditionell wird ihm eine untergangene Diözese als Titularbistum zugeordnet.

Symbolbild Bischof mit Pileolus / © Grabowski Foto (shutterstock)
Symbolbild Bischof mit Pileolus / © Grabowski Foto ( shutterstock )
Quelle:
KNA