Papst Leo besucht fünf Pfarreien seines Bistums Rom

Leo tritt "in Fußstapfen seiner Vorgänger"

Der Papst ist nicht nur Oberhaupt der 1,4 Milliarden Katholiken weltweit, sondern auch Bischof der Diözese Rom. Als deren Hirte besucht Leo XIV. von Mitte Februar bis Mitte März seine Schäfchen, oder zumindest fünf Pfarreien davon.

Papst Leo XIV. / © Marco Iacobucci Epp (shutterstock)

Papst Leo XIV. trifft während der Fastenzeit den Klerus seines Bistums Rom und besucht fünf römische Pfarreien. Gemäß der Tradition empfängt er die Priester am Donnerstag nach Aschermittwoch, wie der Vatikan am Freitag ankündigte. Das Treffen am 19. Februar findet um 10 Uhr in der vatikanischen Audienzhalle statt. Seine Pfarreibesuche beginnt er bereits vor Beginn der Fastenzeit: An den Sonntagen von 15. Februar bis 15. März kommt er jeweils stellvertretend zu einer Pfarrgemeinde der fünf Seelsorge-Einheiten seines Bistums.

Papst Leo XIV. vor Abflug am Flughafen in Beirut / © Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. vor Abflug am Flughafen in Beirut / © Romano Siciliani ( KNA )

Der Papst ist nicht nur Oberhaupt der weltweit und 1,4 Milliarden Katholiken, sondern auch Bischof der Diözese Rom. Seine Bischofskirche ist die Lateranbasilika. Rom ist mit rund 2,6 Millionen Katholiken in 330 Pfarreien nach Mailand das zweitgrößte Bistum in Italien. Geleitet wird es in Vertretung des Papstes von einem Kardinalvikar, derzeit Kardinal Baldo Reina.

"Echte Pastoralbesuche"

Reina kündigte am Freitag an, Leo XIV. werde sich mit verschiedenen Organisationen, Seelsorgern und Jugendgruppen treffen. "Dies werden echte Pastoralbesuche sein", so der Kardinalvikar. Höhepunkt sei jeweils die Eucharistiefeier mit der gesamten Pfarrgemeinde. "Der Heilige Vater beginnt damit, in die Fußstapfen seiner Vorgänger zu treten, und dies ist für uns alle eine große Freude und eine Gelegenheit, die Themen des Pastoralplans mit unserem Bischof zu erörtern", betonte Reina. Vor zwei Wochen hatte Papst Leo XIV. Tausende Jugendliche des Bistums Rom in der vatikanischen Audienzhalle empfangen.

Bei den Pfarrgemeinden, die der Papst besuchen wird, handelt es sich um Santa Maria Regina Pacis in Ostia Lido (Süden) am 15. Februar, Sacro Cuore di Gesù a Castro Pretorio (Zentrum) am 22. Februar, Ascensione di Nostro Signore Gesù Cristo (Osten) am 1. März, Santa Maria della Presentazione (Westen) am 8. März und Sacro Cuore di Gesù a Ponte Mammolo (Norden) am 15. März.

Bistum Rom

Das Bistum Rom nimmt eine Sonderstellung ein: Es ist der Sitz des jeweils amtierenden Papstes, der gleichzeitig immer der Bischof von Rom ist. Ein päpstlicher Vikar, der das Bistum Rom für den Papst verwaltet, ist erstmals unter Innozenz III. 1198 bezeugt. 1558 bestimmte Papst Paul IV., dass der Vikar jeweils ein Kardinal sein muss.

Der Lateranpalast in Rom (Archivbild) / © Gerlinde Pfirsching (KNA)
Der Lateranpalast in Rom (Archivbild) / © Gerlinde Pfirsching ( KNA )
Quelle:
KNA