Das Erzbistum Madrid hat ausufernde Spekulationen über einen Spanien-Besuch des Papstes in diesem Jahr zurückgewiesen. Man teile zwar die Hoffnung auf eine baldige Visite von Leo XIV. – doch angesichts kursierender Gerüchte müssten einige Dinge klargestellt werden: Etliche Angaben, die zuletzt veröffentlicht worden seien, "stimmen nicht mit der Realität überein".
Zudem schade die Verbreitung unbestätigter Informationen dem gesamten Vorhaben und behindere die ernsthafte und diskrete Arbeit im Hintergrund.
"Das führt zu Verwirrung, da sich der Prozess noch in der Anfangsphase befindet", kritisierte das Hauptstadt-Erzbistum. In den nächsten Tagen werde sich eine Arbeitsgruppe treffen, um die Planungen auf Ebene der spanischen Diözesen voranzutreiben. Überdies müsse – zu gegebener Zeit – der Heilige Stuhl eingebunden werden, um eigene Wünsche zu äußern. Erst dann sei es möglich, ein konkretes Programm zu entwerfen.
Spanien-Besuch schon länger geplant
In den vergangenen Tagen kursierten in spanischen Medien bereits detaillierte Reisepläne, die jede einzelne Station eines möglichen Papstbesuchs nannten – Treffen mit dem König inklusive. Die Angaben wirkten plausibel, aber eine Bestätigung von offizieller Seite fehlte.
Ein Papstbesuch in Spanien ist schon länger im Gespräch. Anfang Januar hatte Madrids Kardinal José Cobo selbst öffentlich mitgeteilt, dass eine "drei oder viertägige" Reise von Papst Leo XIV. noch in diesem Jahr stattfinden solle. Der Erzbischof nannte mehrere Stationen: "Es gibt noch keine festen Termine, aber ich kann sagen, dass es Madrid, Barcelona und die Kanarischen Inseln sind." Medien berichteten daraufhin, das katholische Kirchenoberhaupt werde dort im Juni erwartet.