Papst Franziskus kritisiert Kriege und ruft zum Gebet auf

"Krieg ist Irrsinn!"

Auch im neuen Jahr ist ein Ende der Kriege ein Hauptanliegen von Papst Franziskus. In seiner ersten Generalaudienz 2024 am Mittwochmorgen verurteilte der 87-Jährige Kriege als "Irrsinn" und "Niederlage".

Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

In der vatikanischen Audienzhalle rief er dazu auf, für die Menschen in Palästina, Israel und der Ukraine zu beten. 

Wie schon am Silvestertag erinnerte Franziskus dabei auch an die verfolgten Rohingya-Flüchtlinge. Die Angehörigen der muslimischen Minderheit leben seit ihrer Vertreibung 2017 aus Myanmar größtenteils in Lagern in Bangladesch.

Rohingya

Als "Rohingya" bezeichnen sich die rund eine Million Muslime in Myanmars Teilstaat Rakhine (ehemals Arakan). Etwa eine weitere Million Rohingya leben als Flüchtlinge in Nachbarländern. Sie verstehen sich selbst als eigenständige ethnisch-religiöse Gruppe und gelten als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Erde.

Staatliche Stellen in Myanmar vermeiden die Bezeichnung Rohingya und sprechen stattdessen von "Bengalis", die illegal aus dem benachbarten Bangladesch eingewandert seien.

Rohingya-Flüchtlingskind im Lager in Bangladesch / © Kay Nietfeld (dpa)
Rohingya-Flüchtlingskind im Lager in Bangladesch / © Kay Nietfeld ( dpa )

 

Quelle:
KNA