Leo XIV. hat Christen in sozial schwierigen Stadtvierteln zu Engagement und Zuversicht aufgerufen. Beim Besuch in Santa Maria della Presentazione im römischen Viertel Torrevecchia sagte er am Sonntag, er wisse, dass zu den vielfältigen Herausforderungen der Gemeinde auch besorgniserregende Ausgrenzung sowie materielle und moralische Armut zählten.
"Selbst Jugendliche und junge Erwachsene laufen Gefahr, von skrupellosen Geschäftemachern getäuscht oder desillusioniert in Bezug auf die Zukunft aufzuwachsen", so der Papst. "Viele warten auf eine Wohnung oder eine Arbeit, die ein würdevolles Leben ermöglicht, auf ein sicheres Umfeld, in dem sie sich treffen, spielen und gemeinsam etwas Schönes planen können."
Menschen willkommen heißen
In diese Pfarrei kämen viele Menschen, die seelisch verwundet, in ihrer Würde gekränkt und hungrig nach Hoffnung seien, so das Kirchenoberhaupt. Es sei Aufgabe der Gemeindemitglieder, diesen Menschen gegenüber Jesu Nähe zu bezeugen, sagte der Papst. Er ermutigte sie, dafür zu sorgen, "dass die Aktivitäten Ihrer Gemeinde ein Zeichen einer Kirche sind, die wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt, ohne sie zu verurteilen, sondern sie willkommen heißt, ihnen zuhört und sie in Gefahrensituationen unterstützt", erklärte Leo XIV.
Es war der vierte von fünf geplanten Pfarreibesuchen im Bistum Rom des Papstes. Dort traf er am Sonntagnachmittag Kinder, Jugendliche, Familien sowie Kranke und Menschen mit Behinderungen. Ebenso führte er Gespräche mit Verantwortlichen der Gemeinde wie dem Pastoralrat und den Priestern. Als letzte Gemeinde will der seit genau zehn Monaten amtierende Papst und Bischof von Rom am kommenden Sonntag die Pfarrei Sacro Cuore di Gesù a Ponte Mammolo im Norden Roms besuchen.