Papst beklagt Zerrissenheit des Heiligen Landes

"Zeugen einer Tragödie"

Papst Franziskus hat der Opfer des Krieges im Heiligen Land gedacht. "Wir sind traurige Zeugen einer Tragödie, die sich genau an den Orten abspielt, an denen der Herr gelebt hat", so Franziskus im Vatikan.

Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Genau dort, "wo er uns durch seine Menschlichkeit gelehrt hat zu lieben, zu vergeben und allen Gutes zu tun", so der Papst vor Vertretern der Grabesritter weiter. "Und stattdessen sehen wir, wie sie von schrecklichem Leid zerrissen werden, das vor allem so viele Unschuldige trifft - so viele unschuldige Tote."

Papst ruft Ritter zur Nächstenliebe auf

Franziskus betonte seine Verbundenheit mit dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem in der Trauer und dem Wunsch nach Frieden. Für ihren Dienst rief er die Ritter zu einer mit Verstand und Fantasie praktizierten Nächstenliebe auf; der Bedarf dafür sei groß.

Päpstlicher Laienorden unterstützt vor allem Christen im Heiligen Land

Der päpstliche Laienorden unterstützt vor allem Christen im Heiligen Land. Dort fördert er etwa Sozial- und Bildungsprojekte sowie Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kinder- und Altenheime oder Hochschulen. Von Montag bis Donnerstag tagte die Generalversammlung des Ordens in Rom.  

Heiliges Land

Blick auf Jerusalem / © Kyrylo Glivin (shutterstock)

Als Heiliges Land wird seit dem vierten Jahrhundert der Teil des Nahen Ostens bezeichnet, in dem sich biblische Geschichte ereignet hat. Die Landnahme des alten Volkes Israel, das Leben und Wirken Jesu und das Urchristentum sind dabei von Bedeutung. In der Regel gelten heute Israel und die autonomen bzw. besetzten Palästinensergebiete als Heiliges Land. Gelegentlich werden auch Teile Jordaniens, Ägyptens, des Libanon sowie zum Teil des Irak und Syriens zum Heiligen Land gerechnet.

Quelle:
KNA