Palästinenserpräsident Abbas beim Papst

Frieden Hauptthema

Papst Franziskus hat an diesem Montag Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Vatikan empfangen. Bei der Begegnung haben sie die Möglichkeiten einer Wiederaufnahme des Friedensprozesses zwischen Israelis und Palästinensern erörtert.

Mahmud Abbas (l.) und Papst Franziskus (r.) / © Stefano Carofei (KNA)
Mahmud Abbas (l.) und Papst Franziskus (r.) / © Stefano Carofei ( KNA )

Ziel müsse eine Zwei-Staaten-Lösung sein; dafür solle sich auch die internationale Staatengemeinschaft wieder einsetzen, hieß es in einer vom Vatikan verbreiteten Mitteilung nach dem gut 20-minütigen Gespräch der beiden (Montag).

Sonderstatus Jerusalems

Weiter wurde der Sonderstatus Jerusalems als Heilige Stadt für Juden, Christen und Muslime betont. Auch habe Abbas die positive Rolle der Christen in der palästinensischen Gesellschaft gewürdigt. Themen waren den Angaben zufolge auch weitere Konflikte im Nahen Osten. Eine Förderung des Dialogs müsse religiöse Gemeinschaften einbeziehen, um jede Form von Extremismus und Fundamentalismus zu bekämpfen, hieß es.

Laut begleitenden Journalisten verabschiedete sich Palästinenserpräsident Abbas mit den Worten: "Bitten wir in der Adventszeit um Frieden." Palästina zähle auf den Papst. Abbas wurde von einer 16 Mitglieder umfassenden Delegation begleitet, darunter Außenminister Riad al-Maliki.

Abbas häufiger Gast im Vatikan

Der Besuch folgt knapp drei Wochen auf den von Israels Staatspräsident Reuven Rivlin. Zuletzt war Abbas im November 2017 im Vatikan gewesen. Im Juni 2014 nahm er gemeinsam mit Israels damaligem Staatspräsidenten Schimon Peres an einem Friedensgebet in den vatikanischen Gärten teil.

Quelle:
KNA