Bischöfe schweigen zu Gewalt gegen Christen

Ordensleute beklagen Schweigen

Eine Gruppe katholischer Ordensleute in Indien kritisiert das Schweigen der Bischofskonferenz zu den gewalttätigen Angriffe auf Christen und andere religiösen Minderheiten im Land. Sie erhoffen sich ein Handeln der offiziellen Kirche.

Ordensfrauen in der Stadt / © Turjoy Chowdhury (KNA)
Ordensfrauen in der Stadt / © Turjoy Chowdhury ( KNA )

"Was uns schockiert, ist das völlige Schweigen der offiziellen Kirche", heißt es in einem Brief des "Forum of Religious for Justice and Peace" an den Vorsitzenden der indischen Bischofskonferenz, Kardinal Oswald Gracias, aus dem der asiatische Pressedienst Ucanews am Mittwoch zitierte. Der Brief sei von den Vorsitzenden des Forums, Pater Antony Thekkiniyath und Schwester Dorothy Fernandes, unterzeichnet worden.

Christenverfolgung zur Sprache bringen

Ferner forderte die Organisation demnach die Bischofskonferenz auf, sich bei Premierminister Narendra Modi und Innenminister Amit Shah für den Schutz von Christen einzusetzen. Zudem müssten die regionalen Bischofskonferenzen das Thema der Christenverfolgung gegenüber den jeweiligen Landesregierungen zur Sprache bringen.

An Weihnachten 2021 waren laut Medienberichten sieben katholische Kirchen Ziel von gewaltsamen Angriffen radikaler Hindus. Im gesamten Jahr 2021 gab es in Indien nach Angaben der Organisation "United Christian Front" 486 Fälle von Gewalt gegen die christliche Gemeinschaft.

Modi ist Regierungschef der hindu-nationalistischen "Indischen Volkspartei" (BJP), die sich für eine Vormachtstellung des Hinduismus vor allen anderen Religionen einsetzt.

Quelle:
KNA