Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat im Vatikan Gespräche über Migration und das Verhältnis zwischen den Religionen geführt.
Wie der Vatikan mitteilte, wurde Van der Bellen am Donnerstagvormittag zunächst von Papst Leo XIV. in Privataudienz empfangen. Anschließend traf der Österreicher mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem päpstlichen "Außenminister" Erzbischof Paul Richard Gallagher zusammen.
Im Rahmen der "freundschaftlichen Gespräche" seien die guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Österreich gewürdigt worden, heißt es in der Mitteilung. Weiter sei der positive Beitrag der katholischen Kirche zum Wohl der Gesellschaft hervorgehoben worden.
Neben den Themen Migration und den Beziehungen zwischen den Religionen sei es auch um die aktuellen Konfliktsituationen in der Welt gegangen. Dabei sei dem Wunsch nach einer stärkeren Rolle der internationalen Gemeinschaft bei der Suche nach friedlichen Lösungen Ausdruck gegeben worden.
Ausstellungseröffnung am Vorabend
Bundespräsident Van der Bellen hält sich für zwei Tage in Rom auf. Am Mittwochabend hatte er gemeinsam mit seinem italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella die Ausstellung "Von Wien nach Rom. Meisterwerke der Habsburger aus dem Kunsthistorischen Museum" eröffnet. Bei der Schau im Museo del Corso werden nach Angaben der Veranstalter erstmals in Italien mehr als 50 Meisterwerke aus den Sammlungen des Wiener Museums präsentiert.