Verband sieht Christen in der Pflicht zu impfen

"Moralische und ethische Impfpflicht"

Nach Ansicht des Bundesverbands der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung haben Christen eine Pflicht, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Für bestimmte Berufsgruppen solle es eine Impfpflicht geben.

Symbolbild Impfung / © Pond Saksit (shutterstock)

"Wir sind als Christen verpflichtet, nicht nur uns, sondern auch unsere Mitmenschen zu schützen", erklärte der Vorsitzende des KKV-Bundesverbandes, Josef Ridders, am Donnerstag. Deshalb gebe es eine "moralische und ethische Impfpflicht". Er könne verantwortungsvolle Christen nicht verstehen, die sich und andere gefährdeten, indem sie sich dem überschaubaren Risiko einer Schutzimpfung entzögen.

Bestimmte Berufsgruppen verpflichten

Eine allgemeine Impfpflicht sei sicher nicht durchsetzbar. In bestimmten Berufsgruppen wie im Gesundheits- und Bildungswesen müsse man eine solche Pflicht aber in Betracht ziehen, um etwa den Betrieb von Schulen und Kitas dauerhaft sicherzustellen. Logische Konsequenzen für Impfverweigerer müsse die Übernahme von Testkosten sowie Einschränkungen bei Veranstaltungen oder verschärften Quarantäneregelungen bei Reisen sein.

Schallenberg sieht Christen in der Pflicht

Auch der Paderborner Moraltheologe und Geistliche Beirat des KKV, Peter Schallenberg, sieht Christen in der Pflicht, sich impfen zu lassen. "Ich persönlich glaube schon, dass man sich im Gewissen ernsthaft befragen muss, wenn man sich nicht impfen lassen will." Denn man schütze mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur sich selbst, sondern auch andere gegen Ansteckung.

Josef Ridders / © Alexander Mühl (privat)
Josef Ridders / © Alexander Mühl ( privat )
Quelle:
KNA
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