Papst fordert zum Senioren-Welttag mehr Solidarität mit Älteren

"Mögen sie den Besuch eines Engels erhalten"

Papst Franziskus hat zum bevorstehenden "Welttag der Großeltern und älteren Menschen" mehr Solidarität mit Senioren gefordert. Diese dürften gerade in Pandemie-Zeiten nicht "beiseitegeschoben" werden, sagte er in einer Botschaft.

Hände eines alten Mannes / © mrmohock (shutterstock)

Franziskus hatte den neuen Gedenktag Ende Januar ausgerufen. Er soll jährlich am vierten Sonntag im Juli begangen werden. Premiere ist am 25. Juli, das aktuelle Motto lautet "Ich bin mit euch alle Tage" aus dem Matthäus-Evangelium. Ziel ist es, die Nähe der katholischen Kirche zu Senioren zum Ausdruck bringen, aber auch an deren Aufgabe für die Glaubenserziehung der jungen Generation zu erinnern.

Seit 1991 findet bereits auf Initiative der Vereinten Nationen alljährlich am 1. Oktober ein "Tag der älteren Generation" statt.

Trost in der Einsamkeit

In seiner Botschaft macht das Kirchenoberhaupt auf das traurige Schicksal zahlloser alter Menschen in der Corona-Krise aufmerksam. Viele seien erkrankt oder gar verstorben, andere aufgrund anhaltender Isolation vereinsamt. "Aber selbst wenn alles dunkel erscheint wie in diesen Monaten der Pandemie, schickt der Herr weiterhin Engel, um uns in unserer Einsamkeit zu trösten", so der Papst.

Genau das ist laut dem 84-Jährigen der Sinn des neuen Welttags: Dieser solle dazu beitragen, das soziale Leben langsam wiederaufzunehmen. "Mögen alle Großeltern, jeder ältere Mensch - vor allem diejenigen von uns, die besonders einsam sind - den Besuch eines Engels erhalten!"

Quelle:
KNA
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