Muslimisch-christliches Komitee: Menschenrechte für Afghanistan

"Mit großer Sorge"

Ein von Papst Franziskus mit initiiertes christlich-muslimisches Dialog-Komitee hat die internationale Gemeinschaft an "ihre humanitäre Verantwortung gegenüber dem afghanischen Volk" erinnert.

Papst Franziskus und Großimam Ahmed Mohammed al-Tayyeb (Archiv) / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus und Großimam Ahmed Mohammed al-Tayyeb (Archiv) / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )

Gleichzeitig forderte das "Höhere Komitee für die Geschwisterlichkeit aller Menschen" mit Sitz in Abu Dhabi (Freitagabend) den Schutz der Menschenrechte und menschlicher Freiheiten. Dabei geht es insbesondere um den Schutz der Rechte afghanischer Frauen im Land.

Vielfalt der afghanischen Gesellschaft respektieren

Man beobachte "die Lage in Afghanistan mit großer Sorge", vor allem mit Blick auf die sich verschärfende humanitäre Krise im Land, heißt es in der Erklärung. Man fordere die neuen Machthaber auf, "die ethnische, sprachliche und religiöse Vielfalt in der afghanischen Gesellschaft zu respektieren, ohne eine ihrer Gruppen an den Rand zu drängen, sowie die Gleichheit aller Menschen zu gewährleisten".

Gründung durch Großimam und Papst Franziskus

Das mit Unterstützung der Regierung in Abu Dhabi gegründete Higher Committee of Human Fraternity wurde 2019 nach der Unterzeichnung des Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen durch Großimam Ahmed el-Tayeb und Papst Franziskus gegründet. Als Aufgabe wurde formuliert, "alle Menschen zu inspirieren, die Werte menschlicher Geschwisterlichkeit zu leben".

Anhänger der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan / © Gulabuddin Amiri (dpa)
Anhänger der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan / © Gulabuddin Amiri ( dpa )
Quelle:
KNA
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