Muslime legen 16-Punkte-Plan zu Moscheeöffnungen vor

Mit eigenem Gebetsteppich

Mit einem 16-Punkte-Plan will der Koordinationsrat der Muslime die schrittweise Öffnung der Moscheen einleiten. Dabei bleiben die stärker besuchten Nachtgebete im Fastenmonat Ramadan sowie die Freitags- und Festtagsgebete vorerst ausgesetzt.

Ein Gebetsteppich / © New Africa (shutterstock)

Die schrittweise Öffnung solle voraussichtlich ab Samstag erfolgen, erklärte KRM-Sprecher Burhan Kesici in Köln. Die Vorgaben würden fortlaufend überwacht und gegebenenfalls ergänzt, insbesondere im Hinblick auf die nächste Bund-Länderkonferenz am Mittwoch, fügte Kesici hinzu.

Vorgesehen ist unter anderem, dass Gemeinschaftsgebete in den Moscheen zunächst einmal nur an den weniger frequentierten Gebetszeiten morgens, mittags und nachmittags stattfinden. Das Mindestalter der Moscheebesucher ist auf zwölf Jahre festgesetzt; es herrschen Abstands-, Mundschutz- und "Gebetsteppichpflicht".

Mit eigenem Gebetsteppich

Wörtlich heißt es dazu: "Ohne eigene Gebetsteppiche ist die Verrichtung des Gebetes in der Moschee nicht erlaubt." Private oder öffentliche religiöse Feierlichkeiten wie Vermählungen bleiben bis auf weiteres untersagt. Möglich sei allerdings ein Totengebet im engsten Familienkreis mit dem Imam. "Dabei sollten auf die Höchstzahlvorgaben der Bundesländer geachtet werden."

Dem Koordinationsrat gehören sechs große Islamverbände an, darunter der deutsch-türkische Moscheeverband Ditib und der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD). Ein Großteil der schätzungsweise 2.800 Moscheen beziehungsweise Moscheevereine bundesweit gehört einem dieser Verbände an.

Muslime im Gebet / © ESB Professional (shutterstock)
Quelle:
KNA
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