Papst mahnt "konkreten Reformweg" bei Kinderschutz an

Mit der Gesellschaft im Gespräch

Papst Franziskus hat einen "konkreten Reformweg" sowie "echte und verlässliche Veränderungen" beim Kinderschutz angemahnt. Dabei müsse das Wohl der Opfer im Mittelpunkt stehen und nicht die Sorge um den Ruf der Kirche, sagte er. 

Papst Franziskus / © Stefano dal Pozzolo/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus / © Stefano dal Pozzolo/Romano Siciliani ( KNA )

"Nur wenn sich die Kirche der Wahrheit über diese grausamen Verhaltensweisen stellt und demütig Opfer und Überlebende von Missbrauch um Vergebung bittet, wird sie einen Weg finden, um ein glaubwürdiger Ort der Aufnahme und des Schutzes für Bedürftige zu werden", sagte Papst Franziskus am Samstag in einer Videobotschaft an Teilnehmer der Internationalen Kinderschutzkonferenz in Polen.

Weltweite Debatten

Dabei müsse das Wohl der Opfer im Mittelpunkt stehen und nicht die Sorge um den Ruf der Kirche, betonte das Kirchenoberhaupt. "Ich ermutige euch, auf den Ruf der Opfer zu hören und sich untereinander und mit der Gesellschaft an diesen wichtigen Diskussionen zu beteiligen." Diese Debatten beträfen nicht nur die Zukunft der Kirche in Mittel- und Osteuropa uns weltweit, sondern das Herz eines jeden Einzelnen.

Die dreitägige Internationale Kinderschutzkonferenz beginnt am Sonntag in Warschau und steht unter dem Motto "Unsere gemeinsame Sendung: Die Kinder Gottes schützen". Vertreter von Bischofskonferenzen und Kinderschutzexperten aus rund 20 Ländern Mittel- und Osteuropas haben ihre Teilnahme angekündigt.

Quelle:
KNA
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