Neuer Churer Bischof will kein eigenes Wappen

"Mir reicht das Kreuzzeichen Christi"

Katholische Bischöfe wählen sich traditionell ein persönliches Wappen. Doch der neue Bischof von Chur, Joseph Maria Bonnemain, verzichtet darauf. Die Gründe dafür erläuterte er kurz nach seiner Ernennung in einem Interview.

Joseph Maria Bonnemain, ernannter Bischof von Chur, am 25. Oktober 2020 bei einem Gesprächsabend in Zürich / © Manuela Matt (KNA)
Joseph Maria Bonnemain, ernannter Bischof von Chur, am 25. Oktober 2020 bei einem Gesprächsabend in Zürich / © Manuela Matt ( KNA )

Das Kreuzzeichen Jesu reiche ihm aus, zitierte das Schweizer Portal Kath.ch den katholischen Geistlichen am Mittwoch. "Das Kreuz ist das Zeichen der liebenden Hingabe Christi für die Welt. Deswegen: Erwarten Sie nicht von mir, dass ich ein Bischofswappen entwerfe und benütze, was üblicherweise der Fall ist", so der 72-Jährige. "Mir reicht das Kreuzzeichen Christi. Und dieses, nur dieses, werde ich benutzen."

Eigentlich gehören 12 Quasten ins Wappen

Papst Franziskus hatte Bonnemain am Montag zum künftigen Bischof der Schweizer Diözese Chur ernannt. Katholische Bischöfe wählen sich traditionell ein persönliches Wappen, über dem ein grüner Hut mit zwölf Quasten an einer Kordel, bei Erzbischöfen mit 20 Quasten abgebildet ist. Kardinäle tragen einen roten Hut mit 30 Quasten im Wappen.

Quelle:
KNA