Trierer Caritas will im Blick auf Fluthilfen langfristig planen

Millionen Euro Spenden

Rund zwei Monate nach der Flutkatastrophe sind auf dem Spendenkonto des Bistums Trier und des Caritasverbands der Diözese etwa 1,6 Millionen Euro an Spenden für die Betroffenen eingegangen. Das teilte das Bistum am Freitag mit.

Hinweisschild der Caritas / © Michael Althaus (KNA)
Hinweisschild der Caritas / © Michael Althaus ( KNA )

Caritas international hat eigenen Angaben zufolge bis Mitte September 37 Millionen Euro an Spenden für die Betroffenen erhalten, die anteilig an die Diözesancaritasverbände gehen sollen. Laut Bistum erhält Caritas international zudem 30 Millionen Euro vom Aktionsbündnis Katastrophenhilfe, von denen für den Diözesanverband Trier zunächst 4,5 Millionen Euro vorgesehen seien.

Langfristiger Ansatz

Die Wohlfahrtsverbände übernehmen die Spendenverteilung und können demnach unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Über den Diözesan-Caritasverband gehen die Spenden im Bistum Trier an die Caritasverbände Rhein-Mosel-Ahr, Trier und Westeifel. Nach Worten von Caritasdirektorin Birgit Kugel ist langfristige Hilfe für die Flutopfer das Ziel. Die umfasse außer finanzieller Unterstützung vor allem psychosoziale Begleitung, soziale Beratung, Schuldnerberatung und Hilfe bei der Antragstellung, aber auch Sozialraum-Projekte.

Inzwischen können laut Angaben auch Haushalts- und Härtefallhilfen beantragt werden. Sie werden in einer gemeinsamen Spendendatenbank aller Wohlfahrtsverbände erfasst, die Transparenz über die Hilfen gewährleisten soll. An Soforthilfen wurden von den Caritasverbänden im Bistum bisher mindestens 730.000 Euro ausgezahlt.

Hilfen können dauern

Bis weitere finanzielle Hilfen bei den Betroffenen ankommen, kann es allerdings dauern. "Wir sind Teil eines vielschichtigen Hilfesystems, das nach den Prinzipien der Nachrangigkeit - erst der Staat, dann die Hilfsorganisationen - und der Bedürftigkeit arbeitet", betonte Kugel. Finanzielle Wiederaufbauhilfen seien erst möglich, wenn Versicherungen und staatliche Hilfen in Anspruch genommen wurden und ein Eigenanteil von Betroffenen zu leisten ist, den sie selbst nicht aufbringen können.

Quelle:
KNA
Mehr zum Thema