DOMRADIO.DE: Was haben Sie sich für das Jubiläum einfallen lassen?
Helmut Prinz (Diakon in St. Aposteln): Wir werden die Kirche besonders schmücken. Wir haben im Programm die Brassband "Ahl Säu", die den Einzug mitgestaltet. "De Plaggeköpp" wird den ganzen Altarraum festlich schmücken. Die Karnevalsgesellschaft aller Fahnen, also aller Plaggen der einzelnen Gesellschaften, ist schon seit Jahren bei uns zu Gast.
DOMRADIO.DE: In diesem Jahr ist das Sessionsmotto in Köln "ALAAF – Mer dun et för Kölle" übersetzt "Wir tun es für Köln". Es geht darum, die Ehrenamtler zu ehren. Geht es darum auch in Ihrer Messe?
Prinz: Das bezieht sich hauptsächlich auf die Predigt von Domkapitular Dominik Meiering. In den Fürbitten ist davon auch die Rede. "Mer dun et för Kölle", das ist die gesamte Messe, die wir für Köln tun.
DOMRADIO.DE: Heute lieben alle die "Mess op Kölsch" in Sankt Aposteln. Vor 20 Jahren mussten sie die Skeptiker in der Gemeinde noch von dem Konzept überzeugen. Was ist so besonders daran, wenn man den Glauben auf Kölsch feiert?
Prinz: Man ist näher bei Gott, man ist in seiner Kindheitssprache. Man ist in seiner eigentlichen Muttersprache viel näher am Brauchtum, an der Lockerheit und an dem Zuhause. Das macht so einen Gottesdienst aus, der dann, wenn ich im Kostüm auftrete, auch nochmal eine besondere Freiheit bietet.
Im Anschluss geht es dann in den Aposteln immer in die benachbarte Aula. In der wird dann oft noch Karneval gefeiert. Beides gehört zusammen, der Kontakt zu Gott und der Kontakt unter den Menschen bei der karnevalistischen Feier.
Informationen zur "Mess op Kölsch":
14.02.2026, 18 Uhr
Sankt Aposteln, Köln
Zelebrant: Domkapitular Dominik Meiering
Das Interview führte Heike Sicconi.