Luxemburgs neues Großherzogspaar besucht Papst Leo XIV.

Audienz im Vatikan

Luxemburg ist eine aufstrebende Finanzmetropole im Herzen Europas. Zugleich pflegt das kleine Großherzogtum seine Traditionen, denn das Staatsoberhaupt ist ein katholischer Monarch. Dieser besucht mit seiner Frau bald Papst Leo.

Luxemburgs Großherzog Guillaume und Luxemburgs Großherzogin Stephanie / © Omar Havana/AP (dpa)
Luxemburgs Großherzog Guillaume und Luxemburgs Großherzogin Stephanie / © Omar Havana/AP ( dpa )

Nächster Adelsbesuch beim Papst: Leo XIV. empfängt am Freitag Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie von Luxemburg, wie der Vatikan am Montag ankündigte. Erst am Samstag war Fürst Albert II. von Monaco bei Leo, allerdings ohne Begleitung von Fürstin Charlène, die auch zuvor nicht angekündigt war.

Gemeinwohl unterstützen

Guillaume (44) trat im Oktober die Nachfolge seines Vaters Henri (70) als Monarch und Staatsoberhaupt des Fürstentums an. Damals hatte Leo XIV. dem neuen Herrscher gratuliert. "Möge Seine Königliche Hoheit seinerseits dazu beitragen, ein Leben zu fördern, das auf der Achtung der christlichen Werte basiert, die die Identität Luxemburgs geprägt haben, und so das unermüdliche Streben nach dem Gemeinwohl unterstützen", schrieb der Papst an Großherzog Guillaume.

Papst Leo XIV. / © Rocco Pettini (shutterstock)

Leos Vorgänger, Papst Franziskus (2013-2025), hatte Ende September 2024 die Finanzmetropole Luxemburg besucht. Dabei traf er auch mit Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa samt ihrer 15-köpfigen Familie zusammen, darunter auch der damalige Thronfolger Guillaume, ältester von fünf Geschwistern.

Kirche in Luxemburg

Luxemburg, zweitkleinster Mitgliedsstaat der Europäischen Union, ist seit dem 6. Jahrhundert katholisch geprägt. Von den rund 630.000 Einwohnern sind etwa 70 Prozent katholisch getauft, der Anteil der praktizierenden Katholiken ist allerdings seit rund 50 Jahren stark rückläufig. 

Auch der gesellschaftliche und politische Einfluss der Kirche geht zurück. Ihr gehörte noch Ende des 20. Jahrhunderts die wichtigste Tageszeitung, Religionsunterricht war Pflichtfach in der Schule; Staat, Kirche und die Christlich-Soziale Volkspartei CSV waren eng verbunden. 

Blick auf die Kathedrale von Luxemburg / © Mikalai Nick Zastsenski (KNA)
Blick auf die Kathedrale von Luxemburg / © Mikalai Nick Zastsenski ( KNA )
Quelle:
KNA