Kopten-Patriarch Tawadros in Österreich an Niere operiert

Klinische Überwachung

Patriarch Tawadros II., Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, wird derzeit in einem Krankenhaus in Österreich behandelt. Medizinische Untersuchungen hatten einen chirurgischen Eingriff an einer Niere notwendig gemacht.

Tawadros II. / © Julia Steinbrecht (KNA)
Tawadros II. / © Julia Steinbrecht ( KNA )

So heißt es auf der offiziellen Website der koptisch-orthodoxen Kirche. Die Operation sei erfolgreich verlaufen. Tawadros werde einige Tage zur klinischen Überwachung in einem Krankenhaus verbringen und sich anschließend im Sankt Antoniuskloster in Niederösterreich erholen, so die Mitteilung vom Wochenende. 

Spirituelles Zentrum der koptischen Kirche in Österreich

Das Kloster in Obersiebenbrunn im Marchfeld ist Sitz des für Österreich zuständigen Bischofs Anba Gabriel und somit das jurisdiktionelle und spirituelle Zentrum der koptischen Kirche in Österreich.

Der 73-jährige Patriarch Tawadros II. ist seit 2012 Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche. Schon in den vergangenen Jahren kämpfte er wiederholt mit gesundheitlichen Problemen. Die koptisch-orthodoxe Kirche zählt weltweit bis zu elf Millionen Gläubige. Die überwiegende Mehrheit lebt in ihrer angestammten Heimat Ägypten, bis zu 1,5 Millionen verteilen sich über die ganze Welt. 

Koptisch-orthodoxe Kirche

Die koptisch-orthodoxe Kirche existiert bereits seit dem ersten Jahrhundert nach Christus und gehört damit zu den ältesten Kirchen. Weltweit wird die Zahl der koptischen Christen auf rund 15 Millionen geschätzt, die meisten leben in Ägypten. In Deutschland zählt die Kirche nach Angaben des Diözesanbischofs Anba Damian aktuell etwa 12.000 Mitglieder.

Diakone und Geistliche stehen am Altar der koptisch-orthodoxen Kathedrale der Geburt Christi in Kairo bei Beginn der Weihnachtsmesse. / © Ahmed Abdelfattah (dpa)
Diakone und Geistliche stehen am Altar der koptisch-orthodoxen Kathedrale der Geburt Christi in Kairo bei Beginn der Weihnachtsmesse. / © Ahmed Abdelfattah ( dpa )
Quelle:
KNA