Konferenz der Wallfahrtsrektoren tagt in Mariazell

"Leuchttürme der Neuevangelisierung"

Die Rektoren der vier großen deutschsprachigen Wallfahrtsorte Altötting, Einsiedeln, Kevelaer und Mariazell sind in Mariazell zu einer Konferenz zusammengekommen. Die Vielfalt der katholischen Kirche sei in den Orten spürbar, hieß es.

Basilika im Marienwallfahrtsort Mariazell in Österreich / © Dpongvit (shutterstock)
Basilika im Marienwallfahrtsort Mariazell in Österreich / © Dpongvit ( shutterstock )

Themen des Erfahrungsaustauschs waren die Rolle der Wallfahrtsorte in Zeiten der Entwicklung von Kirche mit großen Seelsorgeräumen, Wallfahrtsorte und der synodale Prozess sowie Wallfahrtsorte im Engagement für den Frieden in Europa, wie der Rektor von Mariazell, Michael Staberl, am Dienstag der Presseagentur Kathpress mitteilte.

Trotz der Krise in der Kirche erfreuten sich die deutschsprachigen Wallfahrtsorte nach wie vor großer Beliebtheit, berichtete Staberl. Sie seien "Leuchttürme" der Neuevangelisierung, also neuer Wege der Verkündigung des Evangeliums in Europa, und gelebter Volksfrömmigkeit.

Weihbischof Lohmann in Mariazell

"Die ganze Vielfalt der katholischen Kirche ist in den großen Wallfahrtsheiligtümern spürbar, und die Tore stehen allen Menschen offen. Begegnung ereignet sich dort sowohl von Gott zum Menschen als auch von Mensch zu Mensch."

An dem Treffen in Mariazell nahm auch der Münsteraner Weihbischof Rolf Lohmann teil; er ist in der Deutschen Bischofskonferenz für das Wallfahrtswesen zuständig.

Was bedeutet "Wallfahrt"?

Das Wort "Wallfahrt" stammt vom Wort "wallen" ab und bedeutet in eine bestimmte Richtung zu ziehen oder unterwegs zu sein. Durch das lateinische Wort "Peregrinatio religiosa" meint es einen Besuch in einer Pilgerstätte mit dem Zurücklegen eines Pilgerwegs. Eher das Ziel steht bei einer Wallfahrt im Vordergrund, weniger der Weg. 

Aus dem Grund sind Christen früher wie heute an bestimmten Heiligen Stätten besonders nahe: im Heiligen Land, an Gräbern von Aposteln, in Rom, Assisi, Lourdes, Loreto, Fatima, Altötting, Kevelaer, Werl, Telgte oder Bethen. 

Keine Wallfahrt nach Altötting / © Armin Weigel (dpa)
Keine Wallfahrt nach Altötting / © Armin Weigel ( dpa )

Quelle:
KNA