Kölner Domdechant fordert Frieden durch konkrete Handlungen im Alltag

"Frieden beginnt nicht in Konferenzen"

Der Kölner Domdechant Robert Kleine hat dazu aufgerufen, die "Goldene Regel" konkret zu leben. Denn Frieden beginne nicht in großen Konferenzen, sondern im täglichen Handeln, betonte er in seiner Predigt im Kölner Dom.

Friedenssymbol / © nito (shutterstock)

In seiner Predigt am Donnerstag der ersten Fastenwoche hat Domdechant Robert Kleine im Kölner Dom an die Kraft der "Goldenen Regel" erinnert. Jesus habe mit dem Satz "Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen" nicht nur ein Verbot, sondern eine aktive Handlungsaufforderung formuliert. 

Kleine fragte die Gemeinde: "Stellen wir uns doch mal rein theoretisch vor: Politiker würden sich fragen, 'Wie möchte ich regiert werden?', Arbeitgeber 'Wie möchte ich behandelt werden?', Familienmitglieder 'Wie wünsche ich mir den Ton zu Hause?'" Unsere Welt sähe anders aus, wenn jeder diesen Perspektivwechsel vollziehe."

Frieden ist immer konkret

Die Regel gelte besonders im Umgang mit schwierigen Menschen und Konflikten. "Frieden beginnt nicht in großen Konferenzen, sondern im Herzen und im ganz konkreten Verhalten", betonte Kleine. Christlicher Glaube zeige sich nicht in Theorie, sondern im täglichen Handeln – in Gesprächen, in der Familie und am Arbeitsplatz. Wer sich von Gottes Liebe angenommen wisse, könne großzügiger und vergebungsbereiter sein.

Kölner Domkapitel

Das Kölner Domkapitel hat zwei Wurzeln: Den an der Domkirche tätigen Klerus, der bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts ein gemeinsames Leben nach einer Chorherrenregel führte. Daneben gab es in Köln das "Prioren-Kollegium", das aus den Äbten und Prälaten in Köln ansässiger Klöster und Stifter bestand und Einfluss auf die Verwaltung des Erzbistums und die staatlichen Geschäfte des Erzbischofs nahm.

Rote Messgewänder in der Kölner Domsakristei (DR)
Rote Messgewänder in der Kölner Domsakristei / ( DR )
Quelle:
DR

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