Kirchliches Filmfestival Recklinghausen zählt rund 2.200 Besucher

Verleihung des Ökumenischen Filmpreises

Beim 16. Kirchlichen Filmfestival in Recklinghausen wurden Spielfilme, Dokumentarfilme sowie Kurzfilme gezeigt. Rund 2.200 Menschen nahmen an den Vorführungen teil. Laut Festivalteam waren viele Veranstaltungen stärker besucht.

Symbolbild Film / © Nicoleta Ionescu (shutterstock)

Vom 11. bis 15. März fand in Recklinghausen das 16. Kirchliche Filmfestival statt. Zwölf Spielfilme, ein Dokumentarfilm und zehn Kurzfilme standen auf dem Programm. Rund 2.200 Besucherinnen und Besucher nahmen an den Vorführungen teil. Veranstalter war der ökumenische Arbeitskreis "Kirche und Kino" des evangelischen Kirchenkreises und des katholischen Kreisdekanats Recklinghausen.

Oliver Berkemeier / © Michaela Kiepe (Bistum Essen)

"Alle Veranstaltungen hatten eine besondere Tiefe und die Gespräche waren sehr intensiv", sagt Oliver Berkemeier, Pastoralreferent in St. Peter Recklinghausen und Mitglied des Festivalteams. Insgesamt seien sie sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festivals.

Filmfestival als Ort, der Menschen sensibilisiert und ermutigt

Der Ökumenische Filmpreis des Festivals ging am Samstagabend an den nordmazedonischen Spielfilm "DJ Ahmet" von Regisseur Georgi M. Unkovski. Das Werk erzählt von zwei Brüdern in einem abgelegenen Dorf und ist "eine berührende Ermutigung, Verlust zuzulassen und Freiheit zu wagen", erklärte Theologieprofessor Michael Höffner aus Münster in seiner Laudatio.

Die westfälische Präses Adelheid Ruck-Schröder unterstrich bei der Preisverleihung die Bedeutung des Kirchlichen Festivals als einen Ort, der Menschen sensibilisiert und ermutigt. "Starke Filme zeigen die Widersprüchlichkeiten der Wirklichkeit. Genau solche Filme präsentiert dieses Festival", betonte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Jugend- und Kinderjury vergeben eigene Preise

Neben dem Hauptpreis wurden zwei weitere Auszeichnungen vergeben. Die Jugendjury ehrte bereits am Freitag die belgisch-französische Produktion "Wild Foxes", die die Lebenswirklichkeit junger Männer beleuchtet. Den Preis der Kinderjury, den "Grünen Zweig", erhielt Drehbuchautorin Antonia Rothe Liermann für ihren Film "Das geheime Stockwerk".

Jugend- und Kindergruppen konnten sich bis zwei Tage vor Beginn für einen kostenfreien Eintritt anmelden. "Wir mussten Gruppen abweisen, weil wir nicht mehr genug Plätze hatten“, berichtet Oliver Berkemeier. Viele Veranstaltungen seien sogar besser besucht gewesen als in den Vorjahren.

Ökumene

Der Begriff "Ökumene" stammt aus dem Griechischen und heißt wörtlich übersetzt "die ganze bewohnte Erde". Gemeint sind die Bemühungen um die Einheit aller getrennten Christen. Die Ökumenische Bewegung ging zunächst von evangelischer Seite aus; als Beginn gilt die Weltmissionskonferenz von Edinburgh im Jahr 1910. Sie führte 1948 zur Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen (Weltkirchenrat, ÖRK) mit Sitz in Genf. Ihm gehören heute 349 reformatorische, anglikanische und orthodoxe Kirchen mit 560 Millionen Christen in 110 Ländern an.

Bewegung in der Ökumene / © Paul Sklorz (KNA)
Bewegung in der Ökumene / © Paul Sklorz ( KNA )
Quelle:
DR , epd

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