US-Bischof zahlt 400.000 Dollar zurück

Kirchengelder für Luxus und Urlaube

Der ehemalige Bischof der US-Diözese Wheeling-Charleston, Michael Bransfield, hat seinem Bistum rund 400.000 Dollar zurückgezahlt. In einem nun veröffentlichten Schreiben entschuldigte er sich für die Verfehlungen in der Vergangenheit.

Bischof em. Michael Joseph Bransfield (m.) / © Gregory A. Shemitz (KNA)
Bischof em. Michael Joseph Bransfield (m.) / © Gregory A. Shemitz ( KNA )

Wörtlich hieß es in dem Schreiben: "Ich möchte mich für die Skandale und das Befremden entschuldigen, die ich mit meinen Worten und Taten als Bischof von Wheeling-Charleston verursacht habe."

Er hatte die Diözese seit 2005 geleitet. Nach schwerwiegenden Vorwürfen finanzieller Unregelmäßigkeiten und sexueller Übergriffe nahm Papst Franziskus 2018 Bransfields Rücktritt an. Eine kirchliche Untersuchung kam zu dem Schluss, dass die Vorwürfe "glaubwürdig und fundiert" seien. Dem Bischof wird unter anderem zur Last gelegt, Kirchengelder für Geschenke, Luxusartikel und Urlaube ausgegeben zu haben. Seit 2019 darf er keine priesterlichen oder bischöflichen Dienste mehr ausüben.

Vorwurf der sexuellen Belästigung

In Bransfields Schreiben heißt es weiter: Er sei wegen einiger angeblich "exzessiver" Ausgaben kritisiert worden und habe die Anweisung erhalten, einen Teil zurückzuerstatten. Dies habe er nun getan, obwohl er die Aufwendungen für korrekt gehalten habe.

Mit Blick auf die Anschuldigungen, er habe Priester und Seminaristen sexuell belästigt, entgegnete Bransfield: "Obwohl dies niemals meine Absicht war, bedauere ich es zutiefst, wenn etwas, das ich gesagt oder getan habe, ein solches Gefühl bei anderen ausgelöst hat." Er hoffe, dass seine Entschuldigung dazu beitragen werde, eine Art Versöhnung im Bistum zu erlangen.

Bischof muss Hälfte des geforderten Betrags zurückzahlen

Der amtierende Bischof von Wheeling-Charleston, Mark Brennan, hatte ursprünglich schwerere Sanktionen gegen seinen Vorgänger gefordert. So wollte er Bransfield eine Rückerstattung in Höhe von rund 800.000 Dollar auferlegen. Gemeinsam mit der römischen Bischofskongregation sei entschieden worden, dass Bransfield sich entschuldigen und 441.000 Dollar zurückzahlen müsse, heißt es in einer Stellungnahme Brennans. Zudem würden die Altersbezüge des Geistlichen deutlich gekürzt.


Quelle:
KNA