Um den Spanien-Besuch von Leo XIV. Anfang Juni finanziell stemmen zu können, rufen die dortigen Bischöfe zu Spenden auf. Besonders großzügige Spender lockt die Kirche sogar mit einem persönlichen Treffen mit dem Papst.
Das Organisationskomitee hat Unternehmen, Stiftungen und vermögenden Privatpersonen zur Deckung der Kosten ein fünfstufiges Sponsoren-System zugesandt. Das Dossier, das der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt, unterteilt in "Großspender" und "Spender".
"Großspender", die zwischen 500.000 und eine Million Euro spenden, erhalten für ihren Beitrag reservierte Plätze bei den Großveranstaltungen der Reise, ein Arbeitstreffen im Vatikan sowie eine persönliche Begegnung mit dem Papst. Zudem werden ihre Firmen- oder Stiftungslogos auf den offiziellen Internetseiten der Papstreise erscheinen.
Steuerermäßigungen bis 80 Prozent
Hinzu kommen Steuervorteile: Gemäß dem spanischen Patronatsgesetz können die Ermäßigungen 40 bis 80 Prozent betragen. Spender, die mit 250.000 bis 500.000 Euro zuwenden, erhalten dieselben Vorteile; allerdings gibt es kein Privattreffen mit dem Papst. Sie können aber an einer Gruppenaudienz teilnehmen. "Neben kleineren Geldspenden freuen wir uns aber auch über Sachspenden und eine große Zahl freiwilliger Helfer", sagte ein Sprecher des Organisationskomitees der KNA.
Die geschätzten Kosten der Reise belaufen sich auf 15 bis 30 Millionen Euro. Um vor allem Großsponsoren zu gewinnen, lockt das Organisationskomitee mit einer globalen Werbefläche. Laut dem Dossier werden über 1,5 Millionen Besucher vor Ort erwartet. Weltweit werden voraussichtlich rund 500 Millionen Menschen die Reise von Leo XIV. live im Fernsehen verfolgen.
Assoziationen: Frieden und Solidarität
Hinzu kommt die Verbreitung und Sichtbarkeit der Unternehmen und Stiftungen in den Sozialen Medien. Diese würden dadurch auch mit Werten wie Frieden und Solidarität in Verbindung gebracht, so die Organisatoren.
Papst Leo XIV. beginnt seine Spanien-Reise vom 6. bis 9. Juni in der Hauptstadt Madrid. Danach geht es bis 11. Juni nach Barcelona, dann nach Gran Canaria (11. Juni) und Teneriffa (12. Juni).