Kiews Großerzbischof verurteilt Angriff auf Bahnhof

"Geiseln des Krieges"

Der griechisch-katholische Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk hat den Raketenangriff auf den Bahnhof von Kramatorsk verurteilt. Berichten zufolge seien dort zwei Raketen eingeschlagen, mehr als 50 Menschen starben.

Swjatoslaw Schewtschuk (m.), Erzbischof von Kiew und Großerzbischof von Kiew-Halytsch der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche / © Robert Kiderle (KNA)
Swjatoslaw Schewtschuk (m.), Erzbischof von Kiew und Großerzbischof von Kiew-Halytsch der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche / © Robert Kiderle ( KNA )

Es seien Menschen getötet worden, die versucht hätten zu fliehen, "um aus der heiß umkämpften Zone herauszukommen", so der Geistliche. Zivilisten seien auf diese Weise "zu Geiseln des Krieges" geworden, sagte Schewtschuk am Samstag in seiner täglichen Videoansprache zum Krieg.

Mehr als 50 Tote

Internationalen Medienberichten zufolge waren am Bahnhof Kramatorsk am Freitag zwei Raketen eingeschlagen. Tausende Personen warteten dort auf ihre Ausreise. Laut ukrainischen Angaben starben mehr als 50 Menschen; mehr als 100 wurden verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi macht Russland für den Angriff verantwortlich. Moskau bestreitet die Vorwürfe.

Dutzende Opfer bei Raketenangriff auf Bahnhof in Kramatorsk

Leichen, Blutlachen und verstreutes Gepäck: Es sind grausame Bilder von Tod und Verwüstung in Kramatorsk. Bei einem Raketenangriff auf den Bahnhof der ostukrainischen Stadt wurden Dutzende Menschen getötet, der ukrainische Geheimdienst SBU sprach am 8. April von 39 Toten, davon 4 Kinder. Dutzende wurden verletzt. Etwa 4000 Menschen hätten sich am Bahnhof aufgehalten, sagte Bürgermeister Olexander Hontscharenko. Die ukrainischen Behörden hatten angesichts einer erwarteten russischen Offensive die Bevölkerung der Gebiete Donezk und Luhansk zur Flucht aufgerufen.

Menschen auf dem Bahnhof in Kramatorsk, Ostukraine / © Andriy Andriyenko (dpa)
Menschen auf dem Bahnhof in Kramatorsk, Ostukraine / © Andriy Andriyenko ( dpa )

Quelle:
KNA