Methodistische Kirche in Kuba fordert Pressefreiheit

"Keine kriminellen Menschen"

Angesichts der Proteste auf Kuba drängt die Methodistische Kirche auf das Recht auf Meinungsfreiheit. In Kuba demonstrieren tausende Menschen gegen Repressionen, für eine demokratische Öffnung des Systems sowie gegen die Versorgungskrise.

Symbolbild Meinungsfreiheit / © Ollyy (shutterstock)

"Wir lehnen die gegen das Volk verwendete Repression ab", heißt es in einer auf Facebook veröffentlichten Stellungnahme. "Das einzige, was Konfrontation und Gewalt erzeugt, ist Tod, Schmerz, Trauer und Unsicherheit." Es verschließe die einzige Tür des Verständnisses und eines harmonischen Zusammenlebens, wenn friedlichen Stimmen des Protestes das Gehör verweigert werde, so die Kirche weiter.

"Recht auf Meinungsfreiheit"

Das Volk habe ein Recht auf Meinungsfreiheit, es müssten dessen Forderungen angehört werden, schreiben die Methodisten. "Die Tatsache, dass ein Individuum nicht mit dem politischen System einverstanden ist, macht es nicht zu einem asozialen oder kriminellen Menschen."

Kubas Regierung räumte inzwischen Fehler beim Umgang mit den Versorgungsproblemen ein und versprach eine selbstkritische Analyse. Menschenrechtsorganisationen berichteten über ein gewaltsames Vorgehen der Sicherheitskräfte in Uniform und in Zivil gegen die Proteste. Zahlreiche Medien- und Kunstschaffende, Aktivisten und Intellektuelle wurden verhaftet.

Quelle:
KNA
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