Katholische Arbeitnehmer starten Aktion für freie Sonntage

"Keine Hand an den Sonntag"

Zur Rettung des arbeitsfreien Sonntags startet die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in Deutschland eine ungewöhnliche Aktion. Es gibt in Innenstädten Demonstrationen mit selbst gestalteten Picknickdecken.

Geschlossenes Geschäft / © Bernd von Jutrczenka (dpa)
Geschlossenes Geschäft / © Bernd von Jutrczenka ( dpa )

Am kommenden Samstag können sich Menschen auf Markt- und Kirchenplätzen, in Innenstädten und Fußgängerzonen an der Gestaltung einer großen Picknickdecke beteiligen, wie der Verband am Montag in Köln mitteilte. Anlass ist das Inkrafttreten des Edikts über den freien Sonntag von Kaiser Konstantin vor 1.700 Jahren.

Ziel sei, Vorstellungen, Erfahrungen und Wünsche rund um den freien Sonntag zu sammeln, erklärte KAB-Bundespräses Stefan B. Eirich. Dies solle "auf die individuellen Möglichkeiten und Freiheiten hinweisen, die der Sonntag dem einzelnen Menschen bietet" und zugleich das Gemeinschaftliche verdeutlichen.

 Plädoyer für gemeinsamen Ruhetag

Es brauche einen gemeinsamen Ruhetag für die gesamte Gesellschaft: "Dies hat Corona gezeigt, wo den Menschen Kultur, Begegnung und gemeinschaftliches Leben vorenthalten wurde." Die KAB setzt sich gemeinsam mit Kirchen, Gewerkschaften und Sportverbänden in der bundesweiten Allianz für den freien Sonntag gegen Versuche der Wirtschaft ein, den Sonntag durch zunehmende Ausnahmeregelungen zu einem Arbeitstag umzufunktionieren.

"Der Sonntag ist ein Stück Freiheit von Arbeit, wirtschaftlicher Verfügbarkeit und Profitdenken, das müssen wir verteidigen", mahnte Eirich.

Quelle:
KNA
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