Erzbischof Koch fordert mehr Einsatz für Zusammenhalt der Gesellschaft

Kein Glaube ohne Solidarität

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat zu mehr Engagement für den Zusammenhalt der Gesellschaft aufgerufen. Eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft führe nicht nur zu finanzieller Armut, sondern auch zu Isolation und Ausgrenzung.

Symbolbild Armut und Reichtum / © N.Pipat (shutterstock)
Symbolbild Armut und Reichtum / © N.Pipat ( shutterstock )

"Die Entwicklung zeigt in eine falsche Richtung, wenn man betrachtet, dass in unserem Land die obersten zehn Prozent der Bevölkerung rund zwei Drittel der Vermögen besitzen", sagte Koch in einem am Donnerstag vorab veröffentlichten Beitrag für den rbb-Hörfunk.

Erzbischof Koch: Glaube und Solidariät gehören zusammen

Eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft führe nicht nur zu finanzieller Armut, sondern auch zu Isolation und Ausgrenzung, erklärte der Erzbischof des Erzbistums Berlin weiter. "Das darf uns nicht kalt lassen." Der Oberhirte rief zum Engagement dafür auf, "unsere Gesellschaft gerechter zu machen". Beispielhaft nannte er die Unterstützung für Projekte wie den Caritas-Foodtruck, der mittags warmes Essen an Bedürftige verteilt, oder ehrenamtliche Besuchs- und Begleitangebote.

Viele Menschen in Deutschland könnten auf Dauer nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, betonte Koch. Er erinnerte an Papst Franziskus, der am vergangenen Sonntag den Welttag der Armen ausgerufen und dazu aufgefordert hatte, den Armen die Hand entgegen zu strecken. Der Glaube an Gott und die Solidarität mit Armen und Leidenden könnten nicht voneinander getrennt werden, erklärte der Erzbischof.

Erzbischof Heiner Koch / © Christoph Busse (KNA)
Erzbischof Heiner Koch / © Christoph Busse ( KNA )
Quelle:
KNA
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