Katholiken-Komitee will mehr mit Rom sprechen

Nicht nur Dialog mit Bischöfen

Die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Claudia Nothelle, hofft auf einen besseren Austausch zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und dem Vatikan. Dabei sollten auch die Laien gehört werden.

Die Journalistin Claudia Nothelle auf der dritten Synodalversammlung am 5. Februar 2022 in Frankfurt / © Julia Steinbrecht (KNA)
Die Journalistin Claudia Nothelle auf der dritten Synodalversammlung am 5. Februar 2022 in Frankfurt / © Julia Steinbrecht ( KNA )

"Da sehe ich noch deutliche Aufgaben vor uns liegen. Wir müssen mehr in Rom vor Ort sein, reden und erklären", sagte Nothelle der Freiburger Bistumszeitung "Konradsblatt".

Auch reiche es nicht aus, wenn nur die Bischöfe den Dialog suchten. "Es wäre natürlich schön, wenn wir Laiinnen und Laien auch gehört würden."

Kein deutscher Sonderweg

Den Reformprozess Synodaler Weg bezeichnete Nothelle als Chance. "Ich hoffe, dass die Kirche auch durch den Synodalen Weg wieder ein attraktiver Ort wird, um mit der Botschaft des Evangeliums in Kontakt und Berührung zu kommen."

Dabei seien die Fragen und Themen keineswegs ein deutscher Sonderweg, so die ZdK-Vize. Auch in anderen europäischen Staaten und weltweit gebe es vergleichbare Anfragen an den Kurs der Kirche.

Der Synodale Weg

Der Begriff "Synodaler Weg" verweist auf das griechische Wort Synode. Es bedeutet wörtlich "Weggemeinschaft"; im kirchlichen Sprachgebrauch bezeichnet Synode eine Versammlung von Bischöfen oder von Geistlichen und Laien.

In ihrem Reformdialog auf dem Synodalen Weg wollen die deutschen katholischen Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) über die Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland beraten. Ausgangspunkt ist eine jahrelangen Kirchenkrise, die der Missbrauchs-Skandal verschärft hat.

Logo Synodaler Weg / © Julia Steinbrecht (KNA)
Logo Synodaler Weg / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Quelle:
KNA