Katholiken-Komitee begrüßt Vorschläge zum Sozialsystem

Für bürgernahen und zukunftsfähigen Sozialstaat

Mit Blick auf die Vorschläge zur Reform des Sozialsystems betont das Zentralkomitee der deutschen Katholiken die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit, Solidarität und einem menschennahen Umgang für alle Generationen.

Eine Frau beim Einkaufen im Supermarkt / © Drazen Zigic (shutterstock)
Eine Frau beim Einkaufen im Supermarkt / © Drazen Zigic ( shutterstock )

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) begrüßt die Vorschläge zur Reform des Sozialsystems als wichtigen Schritt in Richtung eines "bürgernahen, zukunftsfähigen" Sozialstaats. "Für das ZdK sind soziale Gerechtigkeit, Solidarität und das Miteinander der Generationen als Grundprinzipien der katholischen Soziallehre die Maßstäbe für jede Sozialstaatsreform", erklärte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp am Dienstag in Berlin.

Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), während der fünften Sitzung des Synodalen Ausschusses am 21. November 2025 im Maritim Hotel in Fulda. / © Bert Bostelmann (KNA)
Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), während der fünften Sitzung des Synodalen Ausschusses am 21. November 2025 im Maritim Hotel in Fulda. / © Bert Bostelmann ( KNA )

"Wenn diese Reformen konsequent und menschennah umgesetzt werden, könnte das manche Hürden kleiner machen und viele Prozesse beschleunigen. Das gelingt aber nur mit ausreichenden Ressourcen."

Vulnerable Gruppen nicht vergessen

Leistungen des Sozialstaats sollen nach den Empfehlungen einer Kommission künftig gebündelt werden und einfacher erhältlich sein. Unter anderem soll die künftige neue Grundsicherung - das bisherige Bürgergeld - mit Wohngeld und Kinderzuschlag zu einer Leistung vereint werden. 

Damit könnte Leistungsempfängern erspart werden, mehrere Anträge bei verschiedenen Behörden stellen zu müssen. Die mit Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen besetzte Kommission zur Reform des Sozialstaats hatte ihre Vorschläge am selben Tag an Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben.

Aus Sicht des ZdK könnte vor allem die geplante Zusammenführung mehrerer Grundsicherungsleistungen und die Digitalisierung der Verwaltung den Zugang zu staatlicher Unterstützung erheblich vereinfachen. "Gleichzeitig muss dafür gesorgt werden, dass vulnerable Gruppen dabei nicht durchs Raster fallen", mahnte Stetter-Karp.

Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist das höchste repräsentative Gremium des deutschen Laien-Katholizismus. Es vertritt die katholischen Laien bei der gesellschaftlichen Meinungsbildung und ist das von der Bischofskonferenz anerkannte Organ zur Koordinierung des Laienengagements in der Kirche. Allerdings melden sich immer wieder auch einige katholische Laien und Vereinigungen zu Wort, die das ZdK nicht als ihre Vertretung verstehen.

Das Kreuz des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)  / © Harald Oppitz (KNA)
Das Kreuz des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA